Spielberichte

Christoph Eneo (Trainer TSV Preitenegg): „Über 90 Minuten verdient gewonnen“

SV Ruden
TSV Preitenegg

In der 1. Klasse Ost feierte der TSV Preitenegg beim SV Union Raiba Ruden einen späten, aber verdienten 2:0-Auswärtssieg. Nach einer zähen ersten Hälfte ohne Tore stellte Preitenegg nach der Pause die Weichen – belohnt wurde der Aufwand ganz am Ende: Majlind Latifi (83.) und Lukas Klösch (84.) entschieden die Partie binnen 60 Sekunden. „Über neunzig Minuten waren wir besser“, sagte Trainer Christoph Eneo, der vor allem die Reaktion nach dem Seitenwechsel und die Konsequenz in den Schlüsselszenen lobte.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Zähe erste Hälfte, dann der späte Doppelschlag

Der Auftakt gehörte in Ruden dem Kampf – spielerische Lösungen waren Mangelware. „Die erste Halbzeit war Abtasten. Der Platz war sehr trocken, da war es kaum möglich, mit Kombinationen zu Chancen zu kommen“, schilderte Christoph Eneo. Halbchancen auf beiden Seiten, mehr ließ das Geläuf nicht zu; zur Pause stand es folgerichtig 0:0. In der Kabine zog Preitenegg die richtigen Schlüsse. „Wir haben besprochen, dass wir viel mehr Tiefe im Spiel brauchen“, so Eneo. Nach dem Seitenwechsel legten seine Jungs zu, fanden Wege hinter die letzte Linie und näherten sich dem Führungstor Schritt für Schritt an. Der Lohn kam spät, aber umso eindeutiger: Zuerst traf Majlind Latifi in der 83. Minute zum 0:1, nur eine Minute später legte Lukas Klösch den zweiten Treffer nach – der Doppelschlag entschied eine bis dahin offene Partie.

Plan gegen Rudens Offensivgefahr ging auf

Preitenegg stellte nicht nur um, die Gäste setzten ihren Matchplan auch diszipliniert um. „Wir haben versucht, das Spiel vom Sechzehner wegzuhalten, um den ehemaligen Bundesliga-Stürmer nicht ins Spiel kommen zu lassen“, erklärte Eneo mit Blick auf Rudens Zielspieler Tadej Trdina. Die Mannschaft zog mit, hielt die Abstände eng und gewann immer mehr Zweikämpfe. „Wir sind mit Fortlauf der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel gekommen. Wir haben nicht nachgelassen, wurden zweikampfstärker und haben das Tiefspiel immer wieder umgesetzt“, so der Trainer. Besonders zufrieden war er mit der Arbeit gegen den Ball: „Wir hatten über neunzig Minuten eine wunderbare Blockbildung. Vor allem die ersten Bälle haben wir richtig gut bearbeitet, wir waren gut im Antizipationsspiel.“ Auch die Bank half, den Plan bis zum Schluss durchzutragen: „Wir konnten gute Alternativen bringen, die in den entscheidenden Momenten den Faktor ausgemacht haben.“

Bank bringt Schwung, Schiri im grünen Bereich – und der Blick nach vorn

Die Einwechselspieler bekamen von Eneo ein Extra-Lob. „Von der Bank ist genau der Schwung gekommen, den wir uns vorstellen. Die Jungs haben das, was wir vor der Einwechslung angesprochen haben, sofort umgesetzt – eine absolute Bereicherung und am Ende entscheidend für den Erfolg“, betonte der Coach. Verbesserungspotenzial sieht er trotz des Sieges klar umrissen: „Ich will nicht dauerhaft nur über Zweikampfstärke und Kampfkraft kommen. Wir wollen mit Ballbesitz agieren und im Spielaufbau klarer werden.“ Die Rahmenbedingungen waren in Ruden allerdings heikel. „An diesem Tag war es wegen der Platzverhältnisse schwer. Der Platz hätte eigentlich einmal unter Wasser gehört, damit die Löcher gestopft werden.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte Eneo nüchtern: „Am Ende des Tages okay. Es gab die eine oder andere Abseitsszene, aber nichts Spielentscheidendes – absolut im grünen Bereich.“ In der Tabelle hält Preitenegg aktuell bei 28 Punkten auf Rang neun, Ruden liegt mit 35 Zählern auf Platz vier – der Auswärtssieg gibt den Preiteneggern Rückenwind für die kommenden Wochen, in denen Eneo an klareren Abläufen mit Ball feilen will.

1. Klasse Ost: SV Ruden : Preitenegg - 0:2 (0:0)

  • 84
    Lukas Klösch 0:2
  • 83
    Majlind Latifi 0:1