In der 1. Klasse Ost holte der SV Gallizien in Runde 23 beim SV Eitweg einen 2:1-Auswärtssieg. Nach einer klaren ersten Hälfte und zwei schön herausgespielten Treffern schien alles früh auf Schiene, ehe ein später Treffer noch einmal für Zittern sorgte. Zur Pause hieß es 0:1, am Ende standen verdiente drei Punkte. Co-Trainer Josef Christoph Rodler sprach von Dominanz und starkem Tempo – sah aber auch klare Hausaufgaben für die Schlussphase.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Gallizien legte früh den Ton an und nutzte seine erste Drangphase zur Führung. In Minute 25 traf Samo Kokalj zum 0:1, die Gäste hatten damit die gewünschte Kontrolle. Zur Halbzeit stand es 0:1, auch weil Gallizien weitere gute Gelegenheiten ausließ. Rodler brachte es auf den Punkt: "Wir waren die dominantere Mannschaft von Beginn an. Eigentlich hätten wir in der ersten Halbzeit den Sack zumachen müssen, aber wir haben Chancen ausgelassen." Nach der Pause blieben die Gäste am Drücker, David Mochorko erhöhte in der 54. Minute auf 0:2. Lange deutete alles auf einen ruhigen Auswärtssieg hin, doch Samuel Fellner verkürzte in der 88. Minute auf 1:2. "Bis zur 88. Minute war mir klar, dass wir das gewinnen. Dann kam das blöde Gegentor, und für sechs Minuten war das Zittern da", sagte der Co-Trainer.
Was den Unterschied machte, sah Rodler vor allem in der Art, wie seine Mannschaft Fußball spielen wollte. "Gesamt gesehen waren beide Tore sehr gut herausgespielt. Das waren super Aktionen, teilweise genau so, wie wir es im Training üben", erklärte er. Gallizien hielt den Ball flach, suchte immer wieder das schnelle Zuspiel in die Tiefe und brachte mit seinen schnellen Offensivleuten ständig Tempo auf den Platz. "Die größte Stärke unserer Mannschaft ist definitiv die Spielqualität. Wir halten den Ball flach, spielen schnell in die Tiefe und haben vorne wirklich schnelle Spieler", so Rodler. Dass das Ergebnis enger aussah, hatte für ihn eine klare Ursache: "Wir haben es verabsäumt, frühzeitig zu entscheiden", sagte er – und meinte damit vor allem liegen gelassene Möglichkeiten vor der Pause.
Respekt zollte der Co-Trainer auch dem Gegner. "Eitweg war sehr brav, spielerisch besser als in den letzten Jahren. Hut ab vor der Leistung des gegnerischen Trainers", betonte Rodler. Kritik richtete er eher an die eigene Schlussphase: "Wir haben zum Schluss teilweise blöde Fouls in der gefährlichen Zone gemacht. Dort hat Eitweg seine Stärken – so fällt dann ein Gegentor. Das müssen wir abstellen." Mit den Unparteiischen war er zufrieden: "So richtig strittige Szenen hat es nicht gegeben. Der Schiedsrichter hat tadellos gepfiffen; bei zwei, drei Abseitsentscheidungen kann man diskutieren, insgesamt war es sehr gut." Durch den Auswärtssieg liegt Gallizien mit 45 Punkten auf Rang zwei und bleibt am Spitzenreiter SK Kühnsdorf (50) dran, während Eitweg mit 20 Zählern Rang 13 hält.