In der 1. Klasse Ost hat der FC Eisenkappel zum Auftakt bei ATUS Feistritz/R. trotz starker Reaktion ein 2:3 hinnehmen müssen. Nach einem 0:2 kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Christopher Kucher noch vor der Pause zurück, verlor nach dem 3:2 aber den Faden. Für Kucher war genau dieser Treffer der Knackpunkt, weil sein Team den Spielfluss danach nicht mehr halten konnte.

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Aus Sicht von Christopher Kucher begann die Partie für seine Mannschaft gleich mit zwei bitteren Rückschlägen. Bereits in der 3. Minute brachte Florian Fernando Schuster die Gastgeber in Führung, in der 31. Minute erhöhte Christopher Erwin Binder auf 2:0. Der Trainer des FC Eisenkappel störte sich dabei vor allem an der Entstehung dieser Treffer. „Wir haben zwei billige Tore bekommen, beide aus stark abseitsverdächtiger Position“, sagte er. Die erste Szene sei für ihn noch knapp gewesen, beim zweiten Gegentor sprach er aber von einer klaren Abseitssituation. Viel wichtiger für ihn war dann aber, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. Peter Cof verkürzte in der 34. Minute auf 2:1, nur eine Minute später stellte Moritz Alexander Puck auf 2:2. Damit hatte sich der FC Eisenkappel nach einer schwierigen halben Stunde noch vor dem Seitenwechsel wieder vollständig in die Partie zurückgearbeitet.
Kucher verwies nach dem Spiel auch auf eine weitere Szene, die ihn beschäftigte. Nach seiner Darstellung gelang dem FC Eisenkappel noch ein regulärer Treffer, der allerdings wegen Abseits aberkannt wurde. „Der Schiedsrichter hat zu unserem Spieler sogar gesagt, dass es eigentlich kein Abseits war, und trotzdem wurde das Tor aberkannt, weil der Linienrichter die Fahne oben hatte“, schilderte der Trainer. Für ihn war das unverständlich, auch weil seine Mannschaft mit einer hoch stehenden Dreierkette bewusst auf Abseits gespielt habe. Trotzdem wollte Kucher die Niederlage nicht allein auf diese Entscheidungen schieben. „Ich lasse das nicht als Ausrede gelten“, stellte er klar. Er ordnete das Spiel insgesamt nüchtern ein und sagte sogar: „In der Summe kann man wahrscheinlich sogar sagen, dass der Sieg für Feistritz verdient war.“ Auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe, fiel seine Antwort entsprechend bodenständig aus: „Im Grunde nicht viel, sondern in den entscheidenden Situationen haben sie ihre Konter relativ gut ausgespielt.“
Mit dem 2:2 ging es in die Pause, die Partie war also wieder völlig offen. Der nächste Treffer fiel dann aber erneut für die Hausherren: Markus Rulitz erzielte in der 55. Minute das 3:2 für ATUS Feistritz/R. Genau dieses Tor bezeichnete Kucher später als Schlüsselszene. „Das 3:2 war der entscheidende Moment. Wir konnten danach den Spielfluss nicht mehr aufrechterhalten“, sagte er. Vor allem das Kombinationsspiel seiner Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit „brutal zu wünschen übrig gelassen“. Kucher sprach von vielen Unterbrechungen, von zu vielen Zweikämpfen und davon, dass seine Mannschaft das Tempo aus den letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit nicht mehr mitnehmen konnte. Dazu kamen für ihn die schwierigen Bedingungen: „Je länger das Spiel dauerte, desto schwieriger wurde es, einen vernünftigen Spielfluss zusammenzubringen.“ Ganz ohne Möglichkeiten blieb der FC Eisenkappel dennoch nicht, laut Kucher gab es noch ein bis zwei gute Chancen auf das 3:3. Gleichzeitig räumte er aber ein, dass auch ATUS Feistritz/R. Situationen auf eine klarere Entscheidung hatte. So blieb zum Auftakt der Eindruck, dass für den FC Eisenkappel nach dem schnellen Comeback vor der Pause etwas drin gewesen wäre, die Mannschaft nach dem 3:2 aber nicht mehr richtig in ihren Rhythmus fand.