Spielberichte

„Die ersten 25 Minuten waren genau unser Matchplan“ – Ruden holt im Spitzenspiel ein 2:2

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SV Ruden
FC Eisenkappel

Im Spitzenspiel der 1. Klasse Ost hat sich SV Union Raiba Ruden vor starker Kulisse mit FC Eisenkappel 2:2 getrennt. Die Gastgeber hatten laut Trainer Manfred Alois Plösch zunächst alles im Griff, verloren die Partie nach einer starken Anfangsphase aber aus der Hand und mussten einem Rückstand nachlaufen. Am Ende sprach der Ruden-Coach von einem Ergebnis, das „komplett in Ordnung“ gehe.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ruden beginnt stark, dann kippt das Spiel

Für Plösch war der Einstieg seiner Mannschaft der Teil des Abends, an dem sich am besten ablesen ließ, was sich Ruden vorgenommen hatte. „Was gut funktioniert hat, waren die ersten 25 Minuten. Da haben wir das Spiel gespielt, was wir eigentlich auch im Matchplan hatten“, sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich die Partie zunächst auch auf dem Platz. Ruden beherrschte nach seiner Einschätzung das Geschehen, kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste und belohnte sich in der 12. Minute mit dem 1:0 durch Ven Poberznik. Gerade weil die Gastgeber bis dahin das aktivere Team waren, traf sie die Wende umso härter. Ab der 27. Minute kippte das Spitzenspiel, als Ziga Kogovsek mit einem Weitschuss auf 1:1 stellte und später noch einmal aus der Distanz zum 1:2 traf. „Ab der 25. Minute wurde das Spiel auf einmal gedreht durch zwei Weitschüsse, die zu verhindern gewesen wären“, sagte Plösch. Aus einer kontrollierten Anfangsphase wurde damit ein Rückstand, den Ruden zur Pause mit in die Kabine nehmen musste.

Eisenkappel nutzt seine Stärken, Ruden wird zu ungenau

Dass sich das Spiel nach dem guten Beginn der Heimelf so deutlich veränderte, führte der Ruden-Trainer nicht nur auf die beiden Treffer zurück. Für ihn lag ein wesentlicher Punkt auch im eigenen Spiel mit dem Ball. „Dann wurde das Spiel von uns etwas durchwachsen und vor allem haben wir mit unserer Ungenauigkeit im Passspiel den Eisenkapplern immer wieder Konterchancen ermöglicht“, erklärte Plösch. Damit beschrieb er einen Verlauf, in dem Ruden nicht mehr so klar und sauber auftrat wie zu Beginn. Gleichzeitig bescheinigte er dem Tabellenführer aus Eisenkappel genau jene Qualitäten, die ein Spitzenspiel oft eng und schwierig machen. „Eisenkappel ist eine kompakte Mannschaft, die sehr gute Einzelspieler aufweist, die sich immer wieder durch Einzelaktionen gut in Szene bringen. So sind auch die beiden Tore gefallen“, meinte Plösch. Dazu komme, dass die Gäste körperlich kompakt auftreten und „immer wieder mit weiten Bällen und eben mit Weitschüssen probieren, ins Spiel zu kommen“. Vieles von dem, was der Trainer ansprach, war im Verlauf dieser Partie klar zu erkennen: Ruden hatte die starke Anfangsphase, Eisenkappel fand danach über seine Mittel besser hinein und nahm eine 2:1-Führung mit in die Halbzeit.

Trdina gleicht aus, in der Schlussphase wird es noch einmal heikel

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, und genau deshalb wollte Plösch das 2:2 am Ende auch nicht größer machen, als es aus seiner Sicht war. „Wenn man die ganzen 90 Spielminuten Revue passieren lässt, dann geht das 2:2 komplett in Ordnung“, sagte der Trainer. Beide Mannschaften hätten noch ihre Möglichkeiten gehabt, und der Spielverlauf habe dieses Remis hergegeben. Für Ruden war es Tadej Trdina, der in der 81. Minute den Ausgleich zum 2:2 erzielte und die Gastgeber damit wieder auf Kurs brachte. Dass es bei diesem Stand blieb, führte Plösch auch auf den Schlussmann der Gäste zurück. „Das lag auch an der starken Leistung des Tormanns von Eisenkappel, der zweimal wirklich super pariert hat“, sagte er. In der Nachspielzeit gab es dann noch eine Szene, über die gesprochen wurde: Nach einem bereits gepfiffenen Freistoß für Ruden, führten jedoch die Gäste den Freistoß schnell aus und erzielten noch einen vermeintlichen Treffer. Das Schiedsrichtergespann griff jedoch ein und nahm das Tor zurück. Für Plösch war die Sache klar bewertet: „Der Linienrichter hat ihm das dann angezeigt und somit wurde zu Recht das Tor zurückgenommen.“

Spitzenspiel endet ohne Sieger, beide bleiben ganz vorne dabei

So blieb es in Runde sieben bei einer Punkteteilung, mit der beide Mannschaften in der Tabelle der 1. Klasse Ost weiter ganz vorne stehen. Eisenkappel und Ruden halten nun jeweils bei 16 Punkten, was den Charakter dieses direkten Duells im Nachhinein noch einmal unterstreicht. Für die Rudener wird dabei vor allem hängen bleiben, dass sie lange genug gezeigt haben, wie sie dieses Spiel anlegen wollten, sich nach dem Rückschlag aber nicht voll durchsetzen konnten. Gleichzeitig spricht es für die Heimelf, dass sie nach dem 1:2 nicht eingebrochen ist und sich den Ausgleich noch geholt hat. Plösch ordnete das Ergebnis deshalb nüchtern ein: Ruden hatte seine starken Phasen, Eisenkappel ebenso, und über die gesamten 90 Minuten passte das 2:2 für ihn. Gerade in einem Spitzenspiel vor guter Kulisse ist das oft die ehrlichste Einordnung.

1. Klasse Ost: SV Ruden : Eisenkappel - 2:2 (1:2)

  • 81
    Tadej Trdina 2:2
  • 35
    Ziga Kogovsek 1:2
  • 27
    Ziga Kogovsek 1:1
  • 12
    Ven Poberznik 1:0