In der 1. Klasse Ost hat ASV St. Margarethen/Lav. am Samstagnachmittag gegen SV ASKÖ Sittersdorf mit 2:3 verloren. Aus Sicht von Sittersdorf-Trainer Bernhard Erich Starz war es eine hektische Partie ohne viel Ruhe am Ball, in der am Ende vor allem das späte 3:2 den Ausschlag gab. Nach einem offenen Spielverlauf nahm seine Mannschaft damit einen Auswärtssieg mit, der für die Gäste einiges wert war.

Foto: Pixabay
Schon der Beginn passte genau zu jener Beschreibung, die Starz später für die gesamten 90 Minuten fand. „Das ganze Spiel war sehr hektisch, keine Mannschaft hat es geschafft, Ruhe hineinzubringen. Bei uns ist es hin und her gegangen“, sagte der Sittersdorf-Trainer. Früh gerieten die Gäste in Rückstand, weil Christoph Raphael Joham in der 8. Minute das 1:0 für St. Margarethen erzielte. Sittersdorf brauchte aber nicht allzu lange für die Antwort. Benjamin Lamzari stellte in der 22. Minute auf 1:1, und mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause. Gerade diese erste Hälfte unterstrich, was Starz meinte: viel Bewegung im Spiel, aber auf beiden Seiten nur wenig Kontrolle.
Direkt nach Wiederbeginn erwischten die Gäste dann die bessere Phase. Bojan Canacevic brachte Sittersdorf in der 48. Minute mit 2:1 in Führung, doch entschieden war damit noch nichts. St. Margarethen kam in dieser offenen Partie zurück und glich durch Kajetan Karl Kramer in der 71. Minute zum 2:2 aus. Der wichtigste Moment kam nach Ansicht von Starz aber ganz am Ende: „Das 3:2 war sicher der wichtigste Moment. Da haben wir das Momentum auf unsere Seite gekriegt.“ Für dieses 3:2 sorgte wieder Lamzari, der in der 88. Minute seinen zweiten Treffer machte und Sittersdorf damit auf die Siegerstraße brachte. Danach zogen sich die Gäste laut ihrem Trainer bewusst zurück. „Wir haben dann versucht, tief zu stehen und gut zu verteidigen“, sagte Starz. Ganz ruhig wurde es trotzdem nicht mehr, denn der Trainer sprach auch noch von einer guten Chance der Gastgeber in der letzten Minute.
Für Starz lag der Schlüssel weniger in schöner Spielanlage als in der Art, wie seine Mannschaft nach der Pause dagegenhielt. „Die zweite Halbzeit, der Kampf und der Einsatz waren sensationell. Die Spieler haben sich in jeden Ball hineingeschmissen“, sagte er. Dazu habe sein Team „defensiv sehr, sehr gut gearbeitet und in der Offensive die Chancen genutzt“. Genau darin sah er den Unterschied in einem Spiel, das lange in beide Richtungen kippen konnte. Bemerkenswert war der Sieg für ihn aber auch wegen der Umstände rund um seine Mannschaft. Sittersdorf habe in dieser Saison viele Ausfälle und viel Pech gehabt, dazu laut Starz „den kleinsten Kader der Klasse“. Umso höher bewertete er die drei Punkte: „Trotzdem noch einmal über den Punkt drüberzugehen und drei Punkte zu holen, das ist aller Ehren wert. Ich bin sehr stolz auf die Truppe.“
Bei aller Freude über den späten Auswärtssieg verteilte der Sittersdorf-Coach auch Respekt an die Gastgeber. „St. Margarethen ist für mich generell eine gute Mannschaft, sehr homogen und mit guten Einzelspielern. Sie stehen zu Recht dort, wo sie sind“, sagte Starz. Diskussionen über die Spielleitung wollte er gar nicht erst aufmachen. „Der Schiedsrichter war sehr in Ordnung, für beide Seiten gleich“, hielt er fest. So blieb unter dem Strich aus Sittersdorfer Sicht ein wildes Spiel, in dem nicht alles glattlief, die Gäste aber im entscheidenden Moment noch einmal zuschlugen. Oder, wie es Starz selbst zusammenfasste: „Wir haben so viel Pech gehabt dieses Jahr, dass wir einmal Glück auch haben durften.“