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"Nach dem 3:2 haben wir keine Entlastung mehr gefunden" – Gurnitz gibt wildes Heimspiel noch aus der Hand

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ASKÖ Gurnitz
ASC St. Paul

In der 1. Klasse Ost hat ASKÖ Gurnitz gegen ASC St. Paul ein wildes Heimspiel trotz dreier eigener Führungen mit 3:4 verloren. Nach dem 2:2 zur Pause legten die Gastgeber durch Trainer Fabian Stornig noch einmal auf 3:2 vor, ehe die Partie in der Schlussphase kippte. "Nach dem 3:2 haben wir überhaupt keine Entlastung mehr gefunden", sagte Stornig nach einer bitteren Niederlage.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Drei Führungen, zur Pause trotzdem alles offen

Was Fabian Stornig nach dem Schlusspfiff schilderte, passte genau zu diesem offenen Spielverlauf. Der Gurnitz-Trainer sprach von einem "sehr spannenden und engen Spiel" mit mehreren Führungen und Ausgleichstreffern, und genau so entwickelte sich die Partie von Beginn an. Schon in der 2. Minute brachte Daniel Urschitz die Gastgeber mit 1:0 in Führung, laut Stornig nach einem schön herausgespielten Treffer. St. Paul antwortete aber rasch, Medin Mehmedovic stellte in der 12. Minute auf 1:1. Gurnitz blieb trotzdem voll in der Partie und ging durch Christopher Pöckl in der 31. Minute erneut in Front. Noch vor der Pause glich Aljosa Gluhovic zum 2:2 aus. Für Stornig war das ein Spiegel der ersten Hälfte: "Es war sehr ausgeglichen, Chancen auf beiden Seiten." Vieles von dem, was sich Gurnitz vorgenommen hatte, funktionierte aus seiner Sicht da noch.

Nach dem 3:2 kippt das Spiel in Richtung Gäste

Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst eher Gurnitz den nächsten Schritt zu machen. In der 57. Minute traf Fabian Stornig selbst zum 3:2, und damit lagen die Hausherren zum dritten Mal an diesem Nachmittag vorne. Gerade deshalb war der weitere Verlauf aus Sicht der Gastgeber besonders bitter. "Nach dem 3:2 ist das Spiel in die Richtung von St. Paul gegangen", sagte der Trainer, der den Knackpunkt ungefähr ab der 70. Minute ausmachte. Von da an seien "die Spielanteile nur noch bei den Gästen" gewesen. Gurnitz fand nach vorne keine Entlastung mehr, stand unter Dauerdruck und bekam das Spiel nicht mehr beruhigt. Das 3:3 fiel dann in der 82. Minute durch ein Eigentor von Tobias Franz Jernej. Stornig beschrieb die Szene als Flanke, die in der Mitte unglücklich verlängert wurde und ins lange Eck flog. Sechs Minuten später machte Mehmedovic mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:3 für St. Paul und drehte die Partie endgültig.

Zu viele Gegentore, aber auch Positives trotz großer Personalsorgen

Dass nach so einem Spiel der Frust überwiegt, war bei Stornig klar herauszuhören, auch wenn er nicht alles schlechtreden wollte. "Großteils hat das, was wir besprochen haben, echt sehr gut funktioniert. Leider haben wir wieder vier Tore kassiert. Wenn man vier Tore kriegt, kann man einfach nicht drei Punkte mitnehmen", sagte er. Genau dort setzte auch seine Analyse an. Gurnitz müsse es schaffen, "über neunzig Minuten konzentriert zu sein bis zum Schlusspfiff" und dumme individuelle Fehler abzustellen. Gleichzeitig hob der Trainer aber hervor, dass seine Mannschaft als Einheit aufgetreten sei und "über neunzig Minuten gefightet" habe. Dazu kamen große Ausfälle: Laut Stornig fehlten neun oder zehn Spieler durch Sperren, Verletzungen oder Krankheit. Trotzdem standen zwei 16-Jährige aus der U17 erstmals von Beginn an in der Kampfmannschaft und machten ihre Sache "wirklich tadellos". Den Gästen attestierte er vor allem im Zentrum viel Spielstärke und in der Schlussphase eine kompakte Defensive. Umso mehr ärgerte ihn, dass Gurnitz trotz drei eigener Tore am Ende wieder leer ausging. Der Auftritt lieferte durchaus Ansätze, die Bilanz des Nachmittags blieb für ihn aber klar: vorne genug gemacht, hinten zu viel zugelassen.

1. Klasse Ost: Gurnitz : St. Paul - 3:4 (2:2)

  • 88
    Medin Mehmedovic 3:4
  • 82
    Eigentor durch Tobias Franz Jernej 3:3
  • 57
    Fabian Stornig 3:2
  • 40
    Aljosa Gluhovic 2:2
  • 31
    Christopher Pöckl 2:1
  • 12
    Medin Mehmedovic 1:1
  • 2
    Daniel Urschitz 1:0