In der 1. Klasse West hat ASKÖ Dellach/Drau dem SV Rapid Feffernitz lange alles abverlangt, am Ende aber 2:4 verloren. Die Gastgeber starteten besser, gingen früh in Führung und kamen direkt nach der Pause noch einmal zurück. Doch Feffernitz fand nach dem 2:2 sofort wieder eine Antwort und drehte das offene Spiel laut Trainer Mario Oliver Kerschbaumer mit Moral und unbedingtem Siegeswillen auf seine Seite.

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Der Beginn gehörte nach Einschätzung von Mario Oliver Kerschbaumer klar den Hausherren. „Dellach hat die ersten dreißig Minuten viel mehr Spielanteile gehabt“, sagte der Feffernitz-Trainer nach dem Schlusspfiff und beschrieb damit jene Phase, in der seine Mannschaft nur schwer Zugriff fand. Das 1:0 für Dellach durch Alkiviadis Tsakiris in der 10. Minute passte genau zu diesem Bild. Kerschbaumer sprach außerdem davon, dass der Gegner nach der Führung noch „ein, zwei Halbchancen“ vorgefunden habe. Erst nach einer halben Stunde kam Feffernitz besser hinein. Kristian Rozman stellte in der 36. Minute auf 1:1, und noch vor der Pause legte derselbe Spieler in der 43. Minute das 1:2 nach. Für Kerschbaumer war dieser Doppelschlag vor dem Seitenwechsel besonders wertvoll: „Vor der Pause ist das wichtige 2:1 für uns gefallen.“
Ruhe brachte die Führung zur Pause aber nicht in die Partie. Kaum war die zweite Halbzeit angelaufen, stellte Amer Jukan in der 46. Minute auf 2:2. Damit war wieder alles offen, und genau diese Phase machte das Spiel aus Sicht des Feffernitz-Trainers so besonders. „Es war für eine erste Klasse ein sehr gutes Meisterschaftsspiel. Die Partie ist hin und her gegangen“, sagte Kerschbaumer. Entscheidend war dann, dass seine Mannschaft auf den neuerlichen Ausgleich nicht lange reagieren musste. Nur vier Minuten später traf Rozman erneut zum 2:3 und brachte die Gäste wieder nach vorne. In der 69. Minute machte Rozman mit seinem vierten Treffer den Deckel drauf. Kerschbaumer ordnete diese Phase so ein: „In der zweiten Halbzeit sind die Würfel auf unserer Seite gefallen.“ Genau dort sah er auch jenen Abschnitt, in dem das Spiel endgültig in Richtung Feffernitz kippte.
Dass Feffernitz das Spiel nach einem schwierigen Beginn noch so klar auf seine Seite zog, führte Kerschbaumer vor allem auf die Einstellung seiner Mannschaft zurück. „Ausschlaggebend für die Moral war einmal der Ausgleich zum 1:1 und dann die 3:2-Führung“, erklärte er. Vor allem ab der 30. Minute habe seine Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt. „Ab der dreißigsten Minute haben alle am Platz einen unbedingten Siegeswillen gehabt“, sagte der Trainer. Gleichzeitig beließ er es trotz des Auswärtssieges nicht beim Lob. Ein Punkt störte ihn deutlich: „Wir müssen in den ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten von Anfang an hellwach sein.“ Diese Aussage passt zum Verlauf der Partie, denn genau in dieser Anfangsphase hatte Dellach mehr vom Spiel und brachte Feffernitz zunächst in Bedrängnis.
Kerschbaumer verteilte nach dem Spiel nicht nur Komplimente an seine eigene Mannschaft, sondern auch an den Gegner. „Dellach war eine spielerische Mannschaft, hat gekämpft und hatte große Spielanteile“, sagte er und machte damit deutlich, dass dieser Auswärtssieg alles andere als ein Selbstläufer war. Auch für die Spielleitung fand er klare Worte: „Die Schiedsrichterleistung war einwandfrei. Der Hauptschiedsrichter wie auch die Linienrichter haben das in so einer spannenden Partie seriös gemacht.“ Für Feffernitz bleibt damit ein Erfolg, der vor allem von Reaktion und Konsequenz nach Rückschlägen lebte. Gleichzeitig nahm der Trainer aus dem 4:2 noch eine klare Aufgabe mit: Wenn seine Mannschaft künftig auch zu Beginn sofort wach ist, kann sie sich viele schwierige Minuten ersparen.