In der 2. Klasse A drehte der ASKÖ Dellach/Drau gegen die SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf nach einer Führung der Hausherren am Ende den Spieß um und gewann auswärts 2:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte traf zunächst Elias Karl Hubert Urbaner für die SG, ehe Dellach durch Tolga Dalkilic ausglich und in Minute 90 dank Lukas Konrad den Sieg holte. „Hut ab, wir haben nicht aufgehört“, sagte Gästecoach Suvad Rovcanin nach einem zähen, aber späten und verdienten Auswärtserfolg.

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Es war von Beginn an ein Geduldsspiel. Zur Pause stand es 0:0, viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Dellach bekam sein Tempo nicht so recht auf den Platz – auch die Witterung tat ihr Übriges. Rovcanin brachte es auf den Punkt: „Die Hitze war da, 25 bis 30 Grad. Wir haben unser Spiel nicht auf Tempo gebracht. Deswegen hat es lange gedauert.“ Nach dem Seitenwechsel gerieten die Gäste durch ein eigenes Missverständnis ins Hintertreffen. „Das Tor war ein Fehler von unseren Verteidigern und dem Torwart, sie haben nicht geredet – der Gegner hat es ausgenutzt. Es war unser Ball“, ärgerte sich Rovcanin über das 0:1 durch Elias Karl Hubert Urbaner in der 58. Minute. Dellach brauchte jedoch nur vier Minuten zur Antwort: In der 62. stellte Tolga Dalkilic auf 1:1 – das Zeichen, dass der Tabellenführer den Auswärtsdreier weiter fest im Blick hatte.
Oberdrauburg/Nikolsdorf blieb seiner Linie treu und verteidigte tief. „Der Gegner war sehr diszipliniert, ist defensiv gestanden und hat nur auf Konter gewartet“, beschrieb Rovcanin die zähen Phasen, in denen sich Dellach immer wieder festlief. Phasenweise wirkte es für ihn, als stünden „alle zehn Spieler im Sechzehner vom Gegner“. Dennoch blieben die Gäste am Drücker, schoben nach dem Ausgleich konsequent nach und warteten geduldig auf die Lücke. „Wir haben es dem Gegner mit unseren Fehlern leichter gemacht, aber wir haben nicht aufgehört. Hut ab, wir haben weitergespielt und das Spiel gewonnen“, so der Coach. Der Lohn für diesen langen Atem folgte ganz spät: In der 90. Minute traf Lukas Konrad zum 1:2 und drehte die Partie endgültig zugunsten des Tabellenführers – eiskalt, zum genau richtigen Zeitpunkt.
In seiner Gesamtanalyse blieb Rovcanin sachlich: „Ich glaube, die technisch und qualitativ bessere Mannschaft war Dellach/Drau.“ Dazu passte der Eindruck eines Teams, das nach dem Rückstand sofort antwortete, dranblieb und bis zur letzten Minute an den Sieg glaubte. Auch zum Schiedsrichter fand der Trainer faire Worte: „Der Schiedsrichter war allein, nicht so einfach für ihn, aber im Großen und Ganzen hat er es gut gemacht.“ Mit dem Dreier untermauert Dellach die Spitzenposition, führt nach 21 Runden mit 51 Punkten die Tabelle an, während die SG Oberdrauburg/Nikolsdorf mit 28 Zählern im soliden Mittelfeld rangiert. Für Rovcanin bleibt die Lehre klar: „Wir müssen unser schnelles Spiel wieder besser auf den Platz bringen – dann wird es einfacher, solche dicht gestaffelten Gegner zu knacken.“