Später Jubel im Titelrennen der 2. Klasse A: Der FC-WR Nußdorf/Debant 1b setzte sich daheim mit 2:0 gegen die SG TSU Virgen/TSU Prägraten durch – und das nach langem Anrennen. „Wir sind sehr dominant aufgetreten, hatten sehr viel Ballbesitz, konnten unsere Chancen aber lange nicht nutzen“, sagte Trainer Christoph Rauter. Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung: ein spätes 1:0, danach der Deckel drauf. „Wir haben uns spät, aber verdient belohnt“, so Rauter, der den Sieg vor allem der Geduld und frischen Flügelpower zuschrieb.

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Vom Anpfiff weg war klar, wohin die Reise geht: Nußdorf 1b hatte mehr vom Spiel, ließ den Ball laufen und kam immer wieder in ordentliche Abschlusspositionen. Zur Pause stand es dennoch 0:0, weil im letzten Drittel der letzte Pass oder die Ruhe vor dem Tor fehlte. „Wir hatten sehr viel Ballbesitz und gute Chancen, aber zunächst kein Kapital daraus geschlagen“, erklärte Rauter. Nach der Stunde legten die Hausherren über die Außen zu, drückten Virgen tief hinten rein und wurden zusehends gefährlicher. In Minute 81 fiel der Knoten: Ein scharf gespielter Ball in den Rückraum wurde unglücklich abgefälscht – Eigentor von Gabriel Stadler, 1:0. Die Gäste warfen danach noch einmal alles nach vorne, Nußdorf 1b blieb aber dran und legte in der Nachspielzeit nach: 90+3 traf Janik Salcher zum 2:0, laut Rauter vom Punkt.
Der entscheidende Akzent kam von der Bank. „Wir sind lange nicht hinter die Kette gekommen, deshalb habe ich zwei sehr schnelle Spieler auf den Außen gebracht“, schilderte Rauter seinen Kniff. „Dann waren es dreimal Bälle hinter die Abwehr, unsere Flügel haben sie erlaufen und ins Zentrum gelegt.“ Aus dieser Serie von Tiefenläufen entstanden beide Treffer: Das 1:0 resultierte aus einer flachen, scharfen Hereingabe, die noch abgefälscht wurde, beim 2:0 sprach der Trainer von einem Elfmeter, den Salcher verwandelte (90+3). „Wir konnten von der Bank nachlegen – das war heute der größte Unterschied“, betonte Rauter. Zugleich blieb er selbstkritisch: „Negativ ist, dass wir unsere Chancen zu lange nicht in Tore ummünzen und es wieder nicht früh entschieden haben. So war es bis zum Schluss eine offene Partie.“
Rauter fand auch lobende Worte für den Gegner. „Virgen ist eine sehr sympathische, faire Mannschaft“, sagte er und verwies auf die angespannte Personalsituation der Gäste. Trotz wenig Wechselmöglichkeiten hätten sie bis zum Schluss gekämpft, Konterchancen gehabt und sogar einen Elfer verschossen. „Der Elfer für uns war diskussionswürdig – den hätte ich so nicht gesehen, man kann ihn aber geben. Ansonsten war der Schiri unauffällig.“ Sportlich nimmt Nußdorf 1b die drei Punkte mit und bleibt im Spitzenfeld. „Wir haben Qualität und geben bis zum Schluss nicht auf“, fasste Rauter zusammen – mit dem klaren Auftrag, die Deckel-drauf-Momente künftig früher zu erzwingen.