In der 2. Klasse A setzte sich der URC Thal/Assling 1b im Heimspiel gegen Rapid Lienz 1b mit 2:1 durch. Es war, so Trainer Christian Schneider, kein fußballerischer Leckerbissen bei großer Hitze, aber am Ende zählte das Ergebnis. „Derbys sind da, um gewonnen zu werden“, betonte er und hob die Effizienz seiner Mannschaft hervor. Von den wenigen Möglichkeiten nutzte Thal/Assling die entscheidenden – ein spätes Tor vor der Pause legte vor, nach dem Seitenwechsel folgte der zweite Streich, ehe Lienz noch einmal herankam.

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Die Partie brauchte lange, um in Schwung zu kommen. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, Torchancen blieben rar. Umso wichtiger war der Moment unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff: In Minute 45 traf Johannes Fabian Steinwandter zum 1:0. Schneider schilderte die Szene so: „Ich hatte mich schon weggedreht, weil ich mit dem Pfiff gerechnet habe. Es war irgendwie eine Flanke, der Torhüter wehrte ab, und dann hat Johannes den Ball halbvolley über die Innenstange vom Sechzehner ins Tor gesetzt.“ Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Thal/Assling in der 57. Minute auf 2:0, Torschütze war Michael Gasser. „Das war eine schöne Aktion über die Seite mit einer Flanke. Der erste Schuss wurde noch gehalten, der zweite war dann drin“, so Schneider. Lienz gab sich nicht geschlagen und verkürzte nur vier Minuten später durch Adis Mema auf 2:1. In der Folge blieb es eng, doch Thal/Assling brachte den Vorsprung über die Zeit.
Christian Schneider machte keinen Hehl daraus, dass die Bedingungen dem Spiel den Stempel aufdrückten. „Meiner Meinung nach war es kein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Es war das erste Mal richtig heiß, das hat man gemerkt“, sagte der Coach. Dennoch blieb sein Team in den entscheidenden Momenten zielstrebig: „Von den wenigen Chancen, die es gab, hatten wir die nötige Konsequenz.“ Dass an diesem Tag eher das Ergebnis als die Schönheit zählte, brachte er klar auf den Punkt: „Derbys sind da, um gewonnen zu werden, manchmal rückt die Leistung in den Hintergrund.“ Besonders hob Schneider den Charakter seiner Truppe hervor: „Wir waren sehr ersatzgeschwächt, hatten U15-Spieler dabei, einer war krank, und einen haben wir reaktiviert. Funktioniert hat der Zusammenhalt. Bei der Hitze war es speziell in der zweiten Halbzeit schwierig, das Tempo hochzuhalten und den Ball laufen zu lassen.“
Auch dem Gegner zollte Schneider Respekt. „Rapid Lienz 1b war sehr gut eingestellt. Sie haben das Zentrum dicht gemacht, uns spielen lassen, aber keine Räume gegeben. Auf dem kleinen Platz war es für uns dadurch schwerer“, erklärte er. Den Ausschlag sah er weniger in einer Fülle an Großchancen als vielmehr in den entscheidenden Momenten – und vielleicht auch im Selbstvertrauen: „Wenn ich ehrlich bin, war der entscheidende Unterschied der Platz in der Tabelle. Wenn du hinten bist, geht der erste Schuss via Innenstange vielleicht nicht rein. Ich würde fast sagen, wir waren heute die Glücklicheren – oder von der Klasse her etwas besser.“ Ein Wort fand Schneider auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Ehrlicherweise hätte er ein, zwei Gelbe mehr für uns geben müssen, aber insgesamt war das sehr solide und eine sehr gute Leistung.“ Herausheben wollte er außerdem einen seiner Youngster: „Ich habe Maximilian Klocker auf einer ungewohnten Position spielen lassen – das hat er fehlerfrei heruntergespielt. Mit seinen jungen Jahren war das eine richtige Talentprobe.“