In der 2. Klasse A musste die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b am Samstag bei großer Hitze gegen die SPG Oberes Mölltal eine 0:4-Heimniederlage hinnehmen. Mölltal hatte vor der Pause mehr vom Spiel, Matrei fehlte im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Nach der Pause legten die Hausherren zu, blieben aber ohne Tor – die weiteren Treffer nach der Stunde entschieden klar. Trainer Thomas Fresser blieb dennoch ruhig und ordnete ein: „Die Kirche im Dorf lassen.“

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Die Ausgangslage war vom ersten Pfiff weg klar zu erkennen: „Mölltal hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel“, fasste Thomas Fresser die heißen Anfangsminuten zusammen. Nach zehn Minuten der frühe Dämpfer, als Kevin Kofler für die Gäste zum 0:1 traf. Matrei arbeitete, zeigte sich lauffreudig und „spielte brav“, wie Fresser sagte, doch „im letzten Drittel konnten wir zu wenig Chancen kreieren“. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der Nackenschlag: In Minute 43 erhöhte Niklas Andreas Zraunig auf 0:2, mit diesem Rückstand ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn versuchte Matrei, das Spiel zu drehen. „Wir haben mit einem Doppeltausch noch einmal alles auf eine Karte gesetzt und waren die ersten 20 Minuten nach der Pause klar besser“, erklärte Fresser. Die Effizienz blieb jedoch aus – und Mölltal zeigte, wie es geht: Marco Glantschnig stellte in Minute 67 auf 0:3, „damit war der Sack zugemacht“. In der 74. Minute legte erneut Niklas Andreas Zraunig das 0:4 nach.
In seiner Analyse blieb der Matrei-Coach sachlich und nah an der Realität. „Die Kirche im Dorf lassen“, betonte Fresser mehrmals und lobte zugleich den Gegner: „Mölltal war aufgrund der routinierten und robusten Mannschaft der verdiente Sieger.“ Dass es am Ende vier Gegentreffer wurden, wollte er dennoch einordnen: „Das Ergebnis ist um zwei Tore zu hoch ausgefallen.“ Ein Treffer der Gäste sei „ein Tausend-Gulden-Schuss“ gewesen – da treffe man einfach unhaltbar, „und dem jungen Matreier Tormann kann man keinen Vorwurf machen“. Den Unterschied sah Fresser weniger im Spielerischen: „Wir können mit jedem Team in der Zweiten Klasse mithalten, meistens liegt der Unterschied im körperlichen Bereich.“ Für die eigene Elf nannte er klar die Stellschrauben: „Uns hat ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt – und mit der jungen Mannschaft die Routine.“
Warum es am Ende nicht reichte, erklärte Fresser auch mit der aktuellen Personalsituation: „Bei der Ligamannschaft und bei der Lok geht gerade der Verletzungsteufel um, teilweise fehlen zwölf bis fünfzehn Spieler.“ Die Lücken wurden mit Talenten gefüllt: „Gegen Mölltal hatten wir acht U17-Spieler im Kader, teilweise vier bis fünf Fünfzehnjährige – das muss man erst einmal verkraften.“ Positiv sei, „dass sich die jungen Spieler sehr gut integrieren“. Anerkennung gab es auch für den Unparteiischen: „Es war die eine oder andere fragliche Situation dabei, er musste ohne Linienrichter auskommen. Im Großen und Ganzen hat es aber gepasst – auf den Schiedsrichter werden wir uns nicht rausreden.“ Und der Respekt für den Gegner war deutlich: „Mölltal wirkte sehr geschlossen, routiniert, spielstark – mit einem Top-Trainer.“ Der Blick geht dennoch nach vorne: „Der Fokus liegt schon auf der neuen Saison. Wenn alle wieder gesund sind, haben wir eine schlagkräftigere Truppe – dann kann sich im Tauernstadion wieder wer fürchten.“ Die Klublinie bleibt klar: „Unser Ziel ist, so viele junge Spieler wie möglich für die Erste heranzuführen.“ In der Tabelle steht Matrei 1b aktuell auf Rang 12 (21 Punkte), Mölltal ist Vierter (36) – an diesem Abend setzte sich die Routine durch.