In der 2. Klasse A setzte es für ASKÖ Dellach/Drau am 26. Spieltag ein deutliches 0:4 bei SG Defereggental/St. Jakob. Drei Gegentreffer vor der Pause stellten früh die Weichen, der Schlusspunkt fiel kurz vor Schluss. Dellach-Coach Suvad Rovcanin haderte vor allem mit ausgelassenen Großchancen und sah im 3:0 die Vorentscheidung. Zugleich verteilte er Respekt an den gegnerischen Tormann. Sein nüchternes Fazit nach 90 intensiven Minuten: Der Gegner hat die Tore gemacht, Dellach/Drau nicht.

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Die Partie war von Beginn an offen, mit Tempo und Aktionen auf beiden Seiten. Suvad Rovcanin schilderte das so: „Das war heute sehr intensiv. In der ersten Hälfte hatten wir drei, vier Hunderter – da musst du 2:0 oder 3:0 führen. Stattdessen geht der Ball nicht rein und wir kassieren im Gegenzug.“ Genau in dieser Phase schlug St. Jakob eiskalt zu. Zuerst traf Mario Veider in Minute 25 zum 1:0, Lukas Josef Mellitzer legte in der 31. auf 2:0 nach. Noch vor der Pause erhöhte Simon Hermann Stemberger (38.) auf 3:0, womit das Spiel bereits eine klare Richtung bekam. „Ein Gegentor fällt über unsere linke Seite, der Schuss geht auf die kurze Ecke – der sitzt“, beschrieb Rovcanin eine der Szenen. Zur Halbzeit stand es 3:0, und dem frischen Meister aus Dellach/Drau lief die Zeit davon. Kurz vor Schluss stellte Claudio Hafele mit dem 4:0 (88.) den Endstand her.
Warum es aus Dellacher Sicht nicht lief, erklärte der Trainer ohne Ausflüchte. „Wir hatten heute nicht den Druck. Wir sind letzte Woche daheim Meister geworden, einige haben es leichter genommen. Außerdem haben Spieler Minuten bekommen, die heuer weniger gespielt haben.“ Dazu kam ein extrem schmaler Kader: „Wir hatten nur elf Spieler, weil einige verletzt, krank oder im Urlaub sind. Leicht wäre es gewesen, abzusagen, aber die Burschen sind gekommen und haben gespielt – dafür gibt’s ein großes Lob.“
Dass St. Jakob trotzdem viermal jubelte, führt Rovcanin nicht auf fehlenden Willen zurück, sondern auf die Effizienz: „Der Unterschied heute: Sie haben die Tore geschossen, wir nicht.“ Den Schlüssel sah er klar vor der Pause: „Der Knackpunkt war das 3:0. Das Spiel war lange auf der Kippe. Machen wir unser Tor, bekommt der Gegner Probleme.“
Bei allem Frust über vergebene Chancen fand Rovcanin deutliche Worte des Respekts für den Gegner – vor allem für den Mann zwischen den Pfosten. „Ich will den Tormann von St. Jakob sehr loben. Der hat super gehalten und das Spiel gehalten“, sagte der Coach und gratulierte insgesamt fair: „Hut ab, Gratulation. Sie haben verdient gewonnen.“ Seine Einordnung zum Gegner fiel differenziert aus: „Heute habe ich sie schwächer gesehen als in Dellach, es war ein anderes Spiel – nicht so schnell. Aber das ändert nichts am Ergebnis.“ Positiv bewertete er auch den Rahmen: „Wenn es nicht einmal eine Gelbe gibt, ist das okay. Sehr korrekt.“
Für die Zukunft ist die Marschroute klar: „Die Mannschaft soll sich gut erholen, das Training startet bald. Nächstes Jahr spielen wir in der 1. Klasse, das wird nicht einfach. Wir brauchen einen breiteren Kader.“