In der 2. Klasse A hat URC Thal/Assling 1b das Heimspiel gegen SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf mit 2:0 gewonnen und damit die Tabellenführung gefestigt. Trainer Christian Schneider sah vor allem vor der Pause eine klare Überlegenheit, ärgerte sich aber darüber, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel Tempo und Konsequenz verlor. „Wir brauchen das dritte Tor, dann ist der Deckel drauf“, hatte er in der Halbzeit noch gefordert.

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Der Grundstein für den Heimsieg war schon vor der Pause gelegt. Bereits in der 6. Minute brachte Julian Pondorfer die Gastgeber in Führung, in der 35. Minute legte er das 2:0 nach und schnürte damit seinen Doppelpack. Für Schneider war das Halbzeitergebnis dennoch eher zu niedrig als komfortabel. „In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen. Wir müssen eigentlich 5:0 führen“, sagte der Trainer, der neben mehreren guten Möglichkeiten auch zwei Stangenschüsse gesehen hatte. Das erste Tor schilderte er so, dass sein Stürmer allein vor dem gegnerischen Torhüter auftauchte, das lange Eck weit offen war und der Ball trotz einer Berührung des Schlussmanns den Weg ins Netz fand. Beim zweiten Treffer kam der Ball von Julian Leiter von links in den Strafraum, der Torhüter konnte nur abklatschen und Pondorfer stand richtig. Schneider meinte zwar, dass diese Szene aus seiner Sicht auch als Abseits hätte bewertet werden können, am klaren Eindruck der ersten Hälfte änderte das für ihn aber nichts.
So deutlich Schneider seine Mannschaft für die erste Halbzeit lobte, so klar sprach er auch die Schwächephase nach dem Seitenwechsel an. „Das war schon wiederholt das dritte Mal zu Hause, dass wir nachgelassen haben und den Gegner besser ins Spiel kommen lassen“, sagte er. Genau davor hatte er in der Pause gewarnt. „Wir brauchen das dritte Tor, dann ist der Deckel drauf.“ Dieses dritte Tor fiel nicht mehr, und damit wurde die Partie zäher. Schneider sprach von einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit, in der „wenig Fußball von beiden Seiten“ zu sehen gewesen sei. Die Gäste kamen nach seiner Einschätzung im Endeffekt zu einer Chance, ausgelöst durch ein Abstimmungsproblem zwischen Viererkette und Torhüter. Auf der anderen Seite hatte Thal/Assling nur noch zwei gute Möglichkeiten. Trotzdem geriet der Erfolg laut Schneider nie ernsthaft ins Wanken. „Wir haben das dann auch recht souverän runtergespielt“, sagte der Trainer, der zwar mit dem 2:0 und dem neuerlichen Zu-null-Spiel leben konnte, sich vom Spielverlauf her aber deutlich mehr erwartet hatte.
Dass die drei Punkte am Ende in Thal blieben, führte Schneider vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Gut funktioniert haben die Verteidigung und das Verteidigen nach vorne, weil wir wieder zu null gespielt und wenig Torchancen des Gegners zugelassen haben“, sagte er. Besonders hob er den Sechser Hainzer Patrick hervor, ohne dass es dabei nur um Laufarbeit ging. „Er war überall am Platz zu finden, hat die Löcher gestopft und war sehr, sehr gut“, meinte Schneider. Auch die Abstände zwischen den Ketten passten für ihn über weite Strecken. Selbst bei den strittigen Szenen blieb der Trainer sachlich. Einen möglichen Elfmeter in der zweiten Halbzeit hätte er gerne bekommen, gleichzeitig stellte er dem Unparteiischen ein gutes Zeugnis aus: „Der Schiedsrichter hat umsichtig agiert. Er hatte das Spiel eigentlich unter Kontrolle.“ Ganz zufrieden war Schneider nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht. „Wir müssen uns definitiv steigern“, sagte er und nannte vor allem die Chancenauswertung sowie die zweite Halbzeit als Arbeitsfelder. Der Fokus müsse hoch bleiben, ebenso Tempo, Pressing und Rückwärtsbewegung. Immerhin weiß man beim Tabellenführer genau, woran gearbeitet werden muss. „Das werden wir in den Griff bekommen“, sagte Schneider mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel, in dem seine Mannschaft wieder „eine gute Leistung bringen und den einen oder anderen Punkt mit nach Thal nehmen“ will.