In der 2. Klasse B musste ASKÖ Bodensdorf daheim gegen FC Rennweg eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Nach frühem Rückstand fanden die Gastgeber ins Spiel und glichen noch vor der Pause aus, ehe Rennweg nach der Stunde wieder zuschlug und den Auswärtssieg fixierte. Sektionsleiter Martin Peter Klaus Slunka sprach von einem offenen Match über weite Strecken und haderte mit der ausgelassenen Ausgleichschance nach dem 1:2. Am Ende stand für ihn dennoch ein „gerechter Sieger“, auch wenn er betonte: „Wir waren nicht weit weg.“

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Rennweg erwischte den klar besseren Start. Aus Bodensdorfer Sicht kam der erste Druck vor allem über die linke Seite der Gäste. „Rennweg ist sehr gut gestartet mit einigen Überfällen über die linke Seite und gefährlichen Toraktionen, daraus ist dann auch früh das 1:0 passiert“, beschrieb Slunka den Auftakt. In Minute 13 traf Lukas Aigner zum 0:1 und gab der Partie damit früh eine Richtung. Danach aber fing sich Bodensdorf, stand kompakter und kam selbst zu Momenten. „Dann haben wir uns gefangen, haben mithalten können und verdient den Ausgleich vor der Pause geschossen“, so Slunka. Das 1:1 fiel in der 44. Minute: Nach einer Standardsituation staubte Dejan Kecanovic ab und brachte die Hausherren rechtzeitig zurück. Zur Halbzeit zeigte die Tafel ein leistungsgerechtes 1:1 – und die Begegnung war wieder völlig offen.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Bodensdorf zunächst gut dagegen, ehe Rennweg wieder zulegte. In der 64. Minute stellte erneut Lukas Aigner auf 1:2 – ein Knackpunkt aus Sicht des Sektionsleiters. „Nach dem 1:2 hatten wir gute Chancen, zuerst einen Kopfball an die Latte und dann einen spektakulären Fallrückzieher, den der Tormann parieren konnte. Das war die Chance aufs 2:2“, sagte Slunka und machte klar, wie nah sein Team am Ausgleich war. Bodensdorf blieb dran, doch im Gegenzug setzten die Gäste den nächsten Schlag. Zehn Minuten später, in der 74. Minute, sorgte Grega Gorisek mit dem 1:3 für die Vorentscheidung. Slunka würdigte die Effizienz der Gäste: „Das 2:1 war gut ausgespielt, Rennweg ist verdient in Führung gegangen. Und das 3:1 war ein Schuss von zwanzig Metern, haltbar, aber er hat sich hinter dem Tormann ins Tor gesenkt.“ Danach brachten die Rennweger den Vorsprung routiniert ins Ziel.
In seiner Analyse nahm Slunka seine Mannschaft in Schutz, benannte aber auch die Gründe für das Ergebnis. „Wir haben ein paar Ausfälle zu beklagen, verletzungsbedingt oder durch Sperren. Uns fehlen im Zentrum die Mittelfeldmotoren, die da ein bisschen dagegenhalten“, erklärte er. Dadurch habe Rennweg „in der Mitte die Oberhand“ bekommen – auch, weil ein „starker Fünfzehner“ das Spiel klug gelenkt habe. Zudem waren die Spitzen der Gäste „schneller als unsere Außenverteidiger“, was immer wieder für Gefahr sorgte. Diskussionsstoff sah Slunka beim Führungstor: „Das 1:0 war für mich aus abseitsverdächtiger Position.“ Trotz allem ordnete er den Ausgang fair ein: „Es war ein gutes Zweite-Klasse-Match, Dritter gegen Fünften, mit einem gerechten Sieger. Aber wir waren nicht weit weg. Wir verfolgen den Weg weiter und wollen nächstes Jahr unter die Top drei angreifen.“