In der 2. Klasse B hat sich Wernberg 1b mit SG SK Weißenstein/SV Töplitsch 2:2 getrennt. Für Gäste-Trainer Patrick Staudacher fühlte sich der Punkt dennoch nicht rund an, weil seine Mannschaft zweimal führte und aus seiner Sicht schon früh deutlicher vorne liegen hätte können. „Wir müssen viel früher schon 2:0 oder 3:0 führen“, sagte er nach einer Partie, in der Weißenstein/Töplitsch gute Phasen hatte, sich aber auch durch Eigenfehler um mehr brachte.

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Weißenstein/Töplitsch kam genau so ins Spiel, wie es sich ein Trainer auswärts wünscht. Schon in der 5. Minute brachte Ajdin Merdanic die Gäste mit 1:0 in Führung. Staudacher hob dabei auch die Vorbereitung hervor und sagte: „Wir sind ziemlich gut ins Spiel gestartet und früh 1:0 in Führung gegangen durch Ajdin Merdanic nach einer Topvorlage von Bastian Stinnig.“ Der Trainer blieb in seiner Analyse aber nicht bei diesem guten Beginn stehen, sondern sprach offen an, was danach verloren ging. „Dann haben wir eher aufgehört, Fußball zu spielen“, meinte er. Gerade das ärgerte ihn, weil seine Mannschaft laut seiner Sicht in dieser Phase die Möglichkeiten hatte, schon früh für klarere Verhältnisse zu sorgen. Vor allem Ajdin Merdanic und Christoph Ebner hätten noch vor der Pause erhöhen können. Stattdessen kam Wernberg zurück ins Spiel und glich in der 42. Minute durch Valentino Fernando Corti zum 1:1 aus. Staudacher sagte dazu, man habe „in der Aktion eher schlecht ausgeschaut“, und so ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.
Der Start in die zweite Hälfte machte aus Sicht der Gäste zunächst wieder Hoffnung auf einen Auswärtssieg. Nur sechs Minuten nach Wiederbeginn stellte Christoph Ebner auf 2:1, nachdem die Aktion laut Staudacher „super herausgespielt“ war und von Benjamin Oberheinrich stark vorbereitet wurde. Für den Trainer war das ein Zeichen, dass seine Mannschaft wieder in ihr Spiel gefunden hatte. „Da haben wir wieder Fußball gespielt“, sagte er. Lange hielt die Führung aber nicht. In der 64. Minute traf Nick Uwe Erichsen zum 2:2 für Wernberg, und genau dieses Gegentor bezeichnete Staudacher im Gespräch als den Knackpunkt. „Der entscheidende Moment war wahrscheinlich das 2:2“, sagte er. Aus seiner Sicht war auch dieses Gegentor vermeidbar, weil die Gäste die Situation nicht gut verteidigten. Besonders hängen blieb ihm danach aber noch eine Szene, die das Spiel aus seiner Sicht endgültig in eine andere Richtung hätte drehen können. Christoph Ebner ging am Torwart vorbei, kam dann wegen der schwierigen Platzverhältnisse zu Sturz und brachte den Ball nicht mehr im Tor unter. „Das war die verpasste Chance“, sagte Staudacher, der genau darin das liegen gebliebene 3:2 sah.
Dass die Gäste am Ende nur einen Punkt mitnahmen, hatte für ihren Trainer mehrere Gründe. Einerseits hob Staudacher hervor, dass seine Mannschaft nach der Pause als Gruppe ordentlich auftrat. „In der zweiten Halbzeit hat das Miteinander gepasst. Jeder hat gekämpft, jeder hat es probiert“, sagte er. Andererseits nannte er klar, was aus seiner Sicht fehlte, um mehr mitzunehmen: „Mehr Ehrgeiz, viel mehr miteinander, ruhiger spielen, den Ball am Boden lassen und die Chancen nutzen.“ Auch die Bedingungen am Platz sprach er an und formulierte es deutlich: „Die Platzverhältnisse waren katastrophal in Wernberg.“ Als Ausrede wollte er das aber nicht stehen lassen, denn zugleich sagte er auch, dass man den Gegner durch eigene Fehler überhaupt erst wieder ins Spiel kommen ließ. Wernberg sei in der ersten halben Stunde nicht stark gewesen, „da müssen wir eigentlich schon 2:0 oder 3:0 führen“, so Staudacher. Diskussionen um den Unparteiischen gab es aus seiner Sicht dagegen gar nicht. „Schiedsrichter top, Hauptschiedsrichter perfekt, Linienrichter auch super“, stellte er klar. So bleibt nach dem 2:2 vor allem das Gefühl, dass für Weißenstein/Töplitsch in diesem Auswärtsspiel mehr drinnen gewesen wäre. Nach acht Runden stehen die Gäste damit bei zwölf Punkten, während der Trainer vor allem die fehlende Konsequenz vor dem Tor als wichtigste Lehre aus diesem Nachmittag mitnimmt.