In der 2. Klasse C trennten sich die WSG Brückl und die ASKÖ Poggersdorf Youngsters 2:2. Brückl legte früh vor und führte zur Pause 2:1, kassierte aber kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Trainer Stefan Kitz sprach von einem starken Auftritt seiner Mannschaft, haderte jedoch mit der letzten Konsequenz: "Wir waren sehr im Vorteil, aber wir haben den Mut fürs zweite, dritte Tor vermissen lassen." Nach vielen vergebenen Möglichkeiten fühlte sich das Remis für die Hausherren wie ein verlorener Sieg an.

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Die Partie nahm rasch Fahrt auf. Schon nach fünf Minuten staubte Georg Lukas Rebernig zum 1:0 für Brückl ab – der ideale Start aus Sicht der Gastgeber. "Es hat dahin alles geklappt, wir waren sehr im Vorteil", beschrieb Stefan Kitz die Anfangsphase. Doch die Youngsters blieben dran und egalisierten in Minute 10 durch Felix Maximilian Pratneker zum 1:1. Brückl ließ sich davon nicht beirren, blieb das aktivere Team und legte nach einer halben Stunde wieder vor: Erneut war es Rebernig, der zum 2:1 traf. "Wir haben das 2:1 geschafft und wirklich brav gespielt", so Kitz. Nach der Pause verpassten die Hausherren trotz guter Möglichkeiten die Vorentscheidung. "Wir hatten Chancen in Hülle und Fülle", ärgerte sich der Coach. Und so kam es bitter für Brückl: In der 88. Minute staubte Jürgen Kersch zum 2:2 ab – der späte Dämpfer nach einer ansonsten starken Vorstellung der Heimischen.
In seiner Analyse hob Kitz vor allem die Angriffsreihe hervor. "Gut funktioniert hat bei uns die Offensive, unsere Stürmer haben wirklich gearbeitet", sagte er und stellte einen Mann besonders heraus: "Unser Georg Rebernig ist einer der besten Spieler, ich würde ihn sogar eine Klasse höher stellen." Der Doppeltorschütze rechtfertigte dieses Lob mit seinem Auftritt eindrucksvoll. Gleichzeitig verwies der Trainer auf die aktuell schwierige Personallage, die den Spielplan zusätzlich erschwert. Kitz betonte: "Wir haben noch immer verletzte Spieler. Zwei Spieler haben mit einem Bänderriss gespielt." Er nannte dabei auch Abwehrmann Dominic Funke, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte. Trotz dieser Widrigkeiten war für Kitz mehr möglich, wenn die Mannschaft ihren Vorwärtsgang noch entschlossener durchzieht: "Uns hat der Mut gefehlt, drüberzugehen und das zweite, dritte Tor zu machen." Genau diese fehlende Kaltschnäuzigkeit kostete am Ende zwei Punkte.
Neben der eigenen Leistung fand Kitz ausführliche Worte des Respekts für den Gegner. "Poggersdorf ist eine wirklich brave Mannschaft, die nie aufgibt", sagte er. Besonders imponierte ihm, wie geschlossen die Youngsters auftreten: "Alle sind bemüht, Punkte zu machen – Hut ab vor Mannschaft, Trainer und Verein." Ein Thema blieb dem Trainer dennoch im Hals stecken: eine späte Szene, über die man diskutieren kann. "Der Schiedsrichter hat uns zum Schluss eine Abseits-Situation aufgehoben, obwohl der Linienrichter angezeigt hat, und das Tor gegeben", sagte Kitz, relativierte aber sofort: "Im Endeffekt sind wir selber schuld, wir hätten noch einen draufsetzen müssen." In der Tabelle hält Brückl nach 21 Runden bei 17 Punkten und belegt Rang zwölf, die Youngsters stehen mit einem Zähler am Tabellenende. Für Kitz ist klar: Hinten weiter stabil bleiben, vorne mutiger werden – dann werden aus Remis wieder Siege.