In der 2. Klasse C feierte der SV Union Gurk bei der SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan 1b einen späten 2:1-Auswärtssieg. Die Gäste führten nach einem frühen Eigentor, kassierten nach der Pause selbst ein unglückliches Gegentor und schlugen in der Schlussminute zurück. Trainer Stefan Luschin sprach von Geduld und Kompaktheit als Schlüsseln – und durfte sich über Rang drei freuen. Den entscheidenden Punch setzte der eingewechselte Georg Gabriel Plieschnegger kurz vor dem Abpfiff.
Gurk kam in Wölfnitz sofort gut ins Spiel und hatte vom Anpfiff weg mehr vom Ball. Trainer Stefan Luschin beschrieb den Beginn so: „Wir hatten am Anfang klar das Zepter in der Hand. Nach einigen Chancen haben wir über eine scharfe Hereingabe das 1:0 erzwungen – unglücklich für den Gegner, aber David Mitterer wäre dahinter bereitgestanden.“ In Minute 19 fiel die Führung tatsächlich durch ein Eigentor: Simon Kraiger lenkte eine scharfe Flanke ins eigene Netz. Bis zur Pause blieben die Gäste das aktivere Team, verpassten aber das zweite Tor. „Wir haben es versäumt, das 2:0 nachzulegen“, haderte Luschin. So ging es mit dem 0:1 in die Kabinen, ein Zwischenstand, der den Spielverlauf der ersten Hälfte gut abbildete: Gurk war kontrolliert, ließ wenig zu und hatte das Heft weitgehend in der Hand.
Nach der Pause kam die heikle Phase für die Gäste. Eine scharfe Hereingabe wurde brandgefährlich, und die Kugel landete unglücklich im eigenen Tor. In der 52. Minute passierte Gurk das Missgeschick: Thorsten Krassnitzer köpfte bei einer Abwehraktion zum 1:1 ins eigene Eck. Luschin blieb sachlich: „Nach der Pause kriegen wir nach einer scharfen Hereingabe das 1:1 – Krassnitzer köpft ihn ins eigene Tor. Trotzdem: Großes Kompliment an die Mannschaft. Sie ist geduldig geblieben, genau daran haben wir zuletzt gearbeitet.“ Der Trainer hob vor allem die Grundordnung hervor: „Der entscheidende Moment war unsere Kompaktheit. Wir haben die Räume eng gemacht, den Gegner früh gestört und so unser Spiel aufziehen können.“ Wölfnitz/Oberglan 1b, von Luschin als „junge, giftige Truppe“ beschrieben, bekam zwar Aufwind, doch Gurk hielt dagegen, blieb ruhig am Ball und wartete auf die eigene Chance.
Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, setzten die Gäste ihren letzten, entschlossenen Angriff. In der 89. Minute traf Georg Gabriel Plieschnegger zum 2:1 für Gurk. Luschin schilderte die Szene: „Das 2:1 ist aus einem Einwurf entstanden. David Mitterer leitet mit einer guten Seitenverlagerung ein, und Georg Plieschnegger, kurz zuvor gekommen, macht den tiefen Lauf und schiebt souverän ein.“ Die Geduld zahlte sich aus, das war der rote Faden des Abends. „Wir sind nicht nervös geworden, sind als Mannschaft kompakt aufgetreten – das hat uns heute den Sieg beschert“, sagte Luschin. Auch ein Wort zum Unparteiischen hatte er parat: „Der Schiedsrichter hat das souverän gemeistert. Für beide Mannschaften gab es nichts Auffälliges.“ Mit nun 44 Punkten klettert Gurk auf Rang drei und hat die 50-Punkte-Marke in Reichweite – zwei Runden bleiben. Der Trainer richtet den Blick nach vorne: „Wir wollen in den letzten Runden weiter punkten, das wird gegen St. Urban und Himmelberg keine leichte Aufgabe.“ Abseits des Rasens laufen die Weichenstellungen: „Unsere Kaderplanungen für die neue Saison laufen auf Hochtouren. Und an die Anhänger hat Luschin eine klare Bitte: „Kommt zum letzten Heimspiel und unterstützt die Burschen – wir werden wieder alles reinhauen.“