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„Ein X wäre gerecht gewesen“ – Mario Radler sieht Standards als Knackpunkt für WSG Brückl

WSG Brückl
HSV

In der 2. Klasse C musste sich WSG Brückl zum Auftakt dem HSV mit 0:2 geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung erst nach der Pause, als Marcel Benjamin Kleppe zweimal traf. Trainer Mario Radler sprach danach von einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie, in der seine Mannschaft vieles richtig gemacht habe, am Ende aber an der Chancenverwertung und an zwei Standards gescheitert sei.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Lange eine zähe und enge Partie

Wer nur auf das Ergebnis blickt, würde den Verlauf wohl zu einfach zusammenfassen. Mario Radler zeichnete nach dem Schlusspfiff ein anderes Bild und beschrieb eine Begegnung, in der sich beide Teams zunächst vor allem über Ordnung und Disziplin definierten. „Grundsätzlich gab es wenig Offensivaktionen. Beide Mannschaften haben erst versucht, sicher zu stehen, hinten nichts zuzulassen“, sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich auch die erste Hälfte, die mit einem 0:0 in die Pause ging. Radler sprach von „zwei, drei Offensivakzenten auf jeder Seite“, aber eben auch davon, dass keine Mannschaft daraus Kapital schlagen konnte. Für WSG Brückl war das trotzdem ein klares Zeichen, dass man deutlich stabiler auftrat als noch vor zwei Monaten, als es gegen denselben Gegner laut Radler ein chancenloses 0:5 gegeben hatte.

Marcel Benjamin Kleppe entscheidet das Spiel nach der Pause

Auch nach dem Seitenwechsel sah Radler lange kein Spiel, das klar in eine Richtung kippte. „Grundsätzlich kann man sagen, dass es ein sehr ausgeglichenes Spiel war“, meinte er. Der Unterschied lag aus seiner Sicht in den kleinen Details, die in solchen Partien oft den Ausschlag geben. Während WSG Brückl die wenigen eigenen Möglichkeiten nicht verwerten konnte, nutzte HSV seine Standardsituationen. In der 71. Minute brachte Marcel Benjamin Kleppe die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 88. Minute stellte derselbe Spieler auf 2:0. Radler formulierte es deutlich: „Die zwei, drei Chancen, die wir hatten, haben wir leider nicht nutzen können und das Spiel wurde durch zwei Ecken, durch Standards entschieden.“ Gerade dort müsse man „hellwach“ sein und besser verteidigen, auch wenn bei Ecken immer Gefahr vorhanden sei. Dazu passte auch seine Einschätzung zum Gegner: „Der Gegner hat das Quäntchen mehr Ruhe bewahren können und ein, zwei Offensivakzente mehr setzen können.“

Trotz 0:2 sieht Radler einen Schritt nach vorne

Bemerkenswert war nach dem Fehlstart vor allem, dass der Trainer seine Mannschaft nicht kleinredete. Im Gegenteil: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Es hat jeder alles gegeben“, sagte Radler. Er verwies dabei auch auf die Situation, in der sich WSG Brückl derzeit befindet. Seit einem halben Jahr habe man de facto kein Spiel gewonnen, erst seit drei bis vier Wochen arbeite die Mannschaft in dieser Konstellation zusammen, dazu komme ein Kader mit vielen Abgängen und Neuzugängen, der sich noch finden müsse. Auch die Vorbereitung mit nur zwei Testpartien machte die Sache nicht leichter. Umso mehr Gewicht hatte für ihn, dass seine Mannschaft diesmal dagegenhielt und sich in einem engen Spiel bewegte. Selbst bei jenen ein, zwei Situationen, in denen er einen Strafstoß für sein Team gesehen hatte, wollte Radler nicht die Niederlage festmachen. „Das ist nicht ausschlaggebend für die Niederlage“, stellte er klar und lobte zugleich die Leistung des Schiedsrichters. Sein Blick ging deshalb trotz des 0:2 nach vorne: „Ein X wäre gerecht gewesen“, sagte er zwar, blieb aber bei seiner positiven Linie. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Radler, und mit mehr Eingespieltheit sowie dem fehlenden Quäntchen Glück sollen die Punkte in den kommenden Spielen folgen.

2. Klasse C: WSG Brückl : HSV - 0:2 (0:0)

  • 88
    Marcel Benjamin Kleppe 0:2
  • 71
    Marcel Benjamin Kleppe 0:1