Spielberichte

„Wir haben nicht aufgehört, an uns zu glauben“ – Gurk dreht das Spiel spät in Krumpendorf

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Krumpendorf
SV Union Gurk

In der 2. Klasse C hat Krumpendorf am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen SV Union Gurk hinnehmen müssen. Aus Sicht der Gäste war es ein Sieg der Geduld und des Glaubens an die eigene Linie. Trainer Stefan Luschin sprach von einer über weite Strecken spielbestimmenden Vorstellung, vielen Chancen und einer Wende in der Schlussphase, die sich seine Mannschaft am Ende „hochverdient“ geholt habe.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Gurk hat viel vom Spiel, Krumpendorf trifft zuerst

Über weite Strecken sah Luschin seine Mannschaft im Vorteil. „Wir waren von der ersten Minute an spielbestimmend und haben uns richtig viele Torchancen erarbeitet“, sagte der Trainer nach dem Auswärtssieg. Genau darin lag für ihn aber auch das größte Problem der Partie, weil Gurk die Möglichkeiten lange nicht in Tore ummünzen konnte. So ging es trotz der Vorteile der Gäste mit 0:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bekam Krumpendorf die Partie dann zunächst auf seine Seite, als Marcel Kaiser in der 62. Minute zum 1:0 traf. Für Luschin war das ein Moment, der aus seiner Sicht nicht zum bisherigen Verlauf passte. „Der Rückstand war für mich ein kurzer Schockmoment“, sagte er und verwies auf eine Unaufmerksamkeit samt Kommunikationsproblem in der eigenen Abwehr.

Einwechslungen bringen neuen Schwung, dann folgt der Doppelschlag

Entscheidend war aus Gurker Sicht, dass die Mannschaft nach dem Rückstand nicht eingebrochen ist. „Wir sind nicht in Schockstarre gefallen, sondern haben weiter an uns geglaubt“, sagte Luschin, der genau diese Reaktion als Kern des Sieges herausstrich. Dazu kamen Impulse von der Bank. Marcel Krenbucher wurde auf der Sechser-Position gebracht, außerdem setzte der Trainer mit Mario Ring auf einen Spieler, den er selbst als Standardspezialisten bezeichnete. In der 74. Minute gelang David Mitterer der Ausgleich zum 1:1, und nur zwei Minuten später war das Spiel komplett gedreht. Ring brachte nach seiner Einwechslung einen weiten Einwurf in den Strafraum, Tobias Höfferer schob den Ball laut Luschin aus dem Getümmel ins lange Eck. Aus einem Rückstand war damit binnen weniger Minuten eine 2:1-Führung geworden, die Gurk bis zum Ende über die Zeit brachte.

Viel Lob, klare Aufgabe im Abschluss und ein sorgenvoller Blick auf das Personal

Nach dem Schlusspfiff stellte Luschin vor allem die Haltung seiner Mannschaft heraus. „Die größte Stärke lag heute auf alle Fälle im kämpferischen Bereich, aber auch im spielerischen Bereich“, sagte der Trainer, der seiner Elf ein „großes Lob“ aussprach. Gleichzeitig wollte er den Sieg nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass weiterhin Arbeit wartet. „Wir müssen unter der Woche weiter am Abschluss arbeiten. Es muss im Kopf Klick machen“, formulierte er klar. Gerade weil sich Gurk viele Möglichkeiten erspielt habe, müsse die Mannschaft vor dem Tor noch kühler werden. Auch dem Gegner sprach Luschin Respekt aus. Krumpendorf sei „sehr bissig in den Zweikämpfen“ gewesen und habe mit einem „herausragenden Torhüter“ lange dagegengehalten. In der Schlussphase gab es zudem einen unglücklichen Zusammenstoß, nach dem Oliver Liebetegger ins Krankenhaus musste. Laut Luschin geht es dem Spieler aber bereits wieder besser und er ist wieder zu Hause. Mit Blick auf die kommenden Wochen gab der Trainer außerdem ein personelles Update: Johannes Gebeneter und Thorsten Krassnitzer werden in der Herbstsaison nicht mehr zur Verfügung stehen. Beide, so die Hoffnung in Gurk, sollen im Frühjahr wieder angreifen können.

2. Klasse C: Krumpendorf : SV Gurk - 1:2 (0:0)

  • 76
    Tobias Höfferer 1:2
  • 74
    David Mitterer 1:1
  • 62
    Marcel Kaiser 1:0