In der 2. Klasse C hielten die ASKÖ Poggersdorf Youngsters gegen SV Oberes Metnitztal lange gut mit, standen am Ende aber dennoch mit einer 0:2-Heimniederlage da. Trainer Franz Krall sah seine junge Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe, machte den Unterschied aber klar an zwei Eigenfehlern fest. Einer kurz vor der Pause, einer nach dem Seitenwechsel – und genau daraus machte der routiniertere Gegner seine Tore.

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Krall erlebte eine Partie, in der seine Mannschaft aus seiner Sicht von Beginn an dagegenhielt und dem Gegner nur wenig Raum gab. „Die Partie war von Anfang an auf Augenhöhe. Wir haben gut dagegengehalten“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Vieles blieb deshalb lange offen, ehe Oberes Metnitztal in der 43. Minute zuschlug. Ein misslungener Klärungsversuch führte zum 0:1 durch Maximilian Dietmar Wurzer, und gerade der Zeitpunkt kurz vor der Pause war aus Sicht der Gastgeber besonders bitter. Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie laut Krall noch nicht entschieden. „Bis zum 2:0 war die Chance immer noch gegeben, dass wir einen Punkt machen“, sagte er. In der 72. Minute fiel dann aber das 0:2 durch Simon Schrittesser, wieder nach einem Fehler im Defensivverhalten. Für Krall war damit klar, wo das Spiel endgültig gekippt ist: „Das 2:0 war dann der Knackpunkt, da haben wir nicht mehr richtig an ein Zurückkommen geglaubt.“
Besonders deutlich wurde der Poggersdorf-Coach bei der Einordnung der Kräfteverhältnisse. Er sah seine Mannschaft keineswegs klar unterlegen, im Gegenteil: „Spielerisch waren wir vielleicht um einen Tick besser, aber Metnitztal war die routiniertere Mannschaft.“ Genau darin lag für ihn am Ende der Unterschied. Während die Gäste ihre wenigen Möglichkeiten nutzten, ließ Poggersdorf das, was da war, unvollendet. Krall sprach von „ein, zwei Halbchancen“, die seine Mannschaft nicht sauber zu Ende spielte, sondern „eher überhastet abgeschlossen“ habe. Dazu kommt aus seiner Sicht die Jugend im Kader. „Wir haben fünf Fünfzehnjährige dabei“, erklärte er und stellte den Einsatz dieser jungen Truppe besonders heraus. Gerade deshalb überwog bei ihm trotz der Niederlage nicht der Vorwurf, sondern der Respekt: „Die Jungs haben 90 Minuten gekämpft und alles gegeben.“ Dass Oberes Metnitztal seine Erfahrung besser ausspielte, war für ihn der entscheidende Punkt – nicht eine klare spielerische Überlegenheit der Gäste.
So fiel das Fazit des Trainers trotz des 0:2 ungewöhnlich positiv aus. Krall lobte nicht nur die Startelf, sondern ausdrücklich die gesamte Gruppe, auch jene Spieler, die von der Bank kamen. „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, weil sie kämpferisch und läuferisch alles gegeben hat“, sagte er. Auch von außen habe es viel Zuspruch gegeben. Laut Krall seien von den eigenen Fans und Zuschauern „nur positive Rückmeldungen“ gekommen, weil Einsatz, Laufbereitschaft und Haltung über die gesamte Spielzeit gestimmt hätten. Passend dazu sprach er auch die Rahmenbedingungen an: „Der Schiedsrichter war sehr gut, es war eine faire Partie.“ Viel Zeit zum Nachkarten will er sich ohnehin nicht nehmen. Statt zurückzuschauen, geht der Blick bereits in die neue Woche und damit zum nächsten Spiel gegen SV Kraig 1b. „Wir schauen jetzt nicht zurück. Es ist eine neue Woche, ein neues Spiel, und da wollen wir punkten“, sagte Krall. Trotz der Niederlage bleibt bei ihm deshalb der Eindruck, dass seine junge Mannschaft „auf einem ganz guten Weg“ ist.