Spielberichte

Viktring dreht das Spiel spät: Sablatnig ärgert sich trotz 2:1 über liegen gelassene Chancen

Gurnitz 1b
SV Viktring

In der 2. Klasse D holte der SV Viktoria Viktring bei Gurnitz 1b einen 2:1-Auswärtssieg. Nach der Führung der Gastgeber durch Max Dominikus Kampl (34.) drehten die Gäste das Spiel: Yevhen Sutkovyi glich per Elfmeter (52.) aus, Thomas Mayr besorgte in der 90. Minute den späten Siegtreffer. Trainer Christian Sablatnig freute sich über die Punkte, blieb aber kritisch: „Es war keine gute Leistung von uns, aber die drei Punkte sind da.“

Torwart in grüner Dress hockend

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Überlegenheit ohne Ertrag – Standard bringt Rückstand

Viktring erwischte den aktiveren Start und war, so Christian Sablatnig, „spielerisch sehr überlegen“ und hatte deutlich mehr vom Spiel. Chancen waren da, Zählbares zunächst nicht. „Wir haben wieder einmal sehr viele Chancen vergeben“, meinte der Coach, der seine Elf lange am Drücker sah. Auf der anderen Seite nutzten die Hausherren ihre erste Möglichkeit eiskalt – und die kam aus einer ruhenden Situation. „Mit dem ersten Torschuss ist Gurnitz in Führung gegangen. Das war eine Standardsituation“, ordnete Sablatnig den 1:0-Treffer von Max Dominikus Kampl in Minute 34 ein. Zur Pause lag Viktring trotz Übergewicht zurück und musste dem Rückstand hinterherlaufen.

Elfer-Ausgleich durch Sutkovyi, Mayr entscheidet in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel blieb Viktring dran und bekam kurz darauf die Chance vom Punkt. Der Auslöser war ein Corner, bei dem es im Strafraum krachte. „Ein Verteidiger hat meinen Stürmer Raphael Kassler zu Boden gerissen, der Schiedsrichter hat Elfmeter gegeben, der souverän verwandelt wurde“, erklärte Sablatnig. Den Ausgleich schrieb Yevhen Sutkovyi (52.) auf sein Konto. Die Gäste wollten mehr, blieben aber vor dem Tor lange zu ungenau. Erst in der letzten Minute fiel die Entscheidung: Nach einem Pass hinter die Abwehr blieb Thomas Mayr eiskalt und stellte in der 90. Minute auf 1:2. „Es waren viele, viele Momente, die wichtig waren. Man kann keinen herausheben“, sagte Sablatnig, der das späte Happy End nüchtern einordnete.

Selbstkritik trotz Sieg: Effizienz bleibt Baustelle

So wichtig der Dreier in Gurnitz war: Der Viktringer Trainer ließ keinen Zweifel daran, woran gearbeitet werden muss. „Richtig gut funktioniert hat heute bei meiner Mannschaft leider gar nichts“, sagte Christian Sablatnig offen. Der Hauptkritikpunkt ist klar: „Wo wir richtig Luft nach oben haben, ist die Chancenauswertung, die Effizienz vorm Tor.“ Zum Gegner fand er anerkennende Worte: „Sie waren voll auf Spannung“, also wach und griffig in den Zweikämpfen. Für Viktring heißt das Fazit zweigeteilt: Mentalität und Geduld haben das Spiel gedreht, doch die vielen vergebenen Möglichkeiten machten es unnötig spannend. „Die drei Punkte sind da und deswegen passt das schon“, so Sablatnig – mit dem Zusatz, dass seine Elf die Überlegenheit künftig früher in Tore ummünzen will, um enge Endphasen zu vermeiden.

2. Klasse D: Gurnitz 1b : Viktring - 1:2 (1:0)

  • 90
    Thomas Mayr 1:2
  • 52
    Yevhen Sutkovyi 1:1
  • 34
    Max Dominikus Kampl 1:0