In der 2. Klasse D musste sich SV Rasenschach Tainach am Samstag gegen SV Maria Rojach mit 2:3 geschlagen geben. Trainer Fabian Micheutz sprach von einer intensiven und zweikampfreichen Partie, in der seine Mannschaft nach seiner Einschätzung einiges richtig machte, sich für den Aufwand aber nicht ausreichend belohnte. Vor allem die vergebenen Chancen und ein frühes Gegentor blieben aus seiner Sicht hängen.

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Für Tainach begann die Partie mit einem schnellen Dämpfer. Bereits in der 2. Minute brachte Maj Bozic die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Gegentor nannte Micheutz später auch als einen der Knackpunkte. Micheutz machte kein Geheimnis daraus, dass ihn gerade dieses Gegentor ärgerte. "Das hätte nicht sein müssen. Der Ball ist mit geringer Geschwindigkeit an vier Leuten vorbei und dann neben dem Pfosten ins Tor gerollt", schilderte er die Szene aus seiner Sicht."Wir hatten zwei Pfostentreffer. Vielleicht war die Chancenverwertung ein Punkt, dazu das frühe Gegentor", sagte der Trainer, der insgesamt aber kein schlechtes Spiel seiner Mannschaft gesehen hatte. Die Gastgeber arbeiteten sich danach in die Partie hinein und kamen in der 25. Minute zum 1:1, als Daniel Pernig nach einem Freistoß per Kopf erfolgreich war. Gerade diese Szene hob Micheutz ausdrücklich hervor: "Das 1:1 nach dem Freistoß mit dem Kopfballtor war sehr gut." Tainach hatte damit den Rückschlag aus der Anfangsphase zunächst korrigiert, kassierte dann aber kurz vor der Pause noch das 1:2 durch Julian Gillig in der 43. Minute. Dass dieser Treffer zu einem ungünstigen Zeitpunkt fiel, sprach der Trainer ebenfalls an. Für ihn war das ein weiterer Moment, der seiner Mannschaft die Partie schwer machte.
Auch nach dem Seitenwechsel lief das Spiel zunächst gegen die Heimelf. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte David Stariha Laban auf 3:1 für Rojach, und wieder musste Tainach einem Rückstand nachlaufen. Trotzdem gab sich Tainach nicht auf und kam schon in der 53. Minute durch Armin Michael Miklautz auf 2:3 heran. Von da an blieb die Partie offen, weil die Gastgeber laut ihrem Trainer immer wieder Möglichkeiten auf den Ausgleich hatten. "Im Großen und Ganzen haben wir ein gutes Spiel abgegeben. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir immer wieder Chancen auf den Ausgleich", sagte Micheutz. Gerade diese Phase zeigte, warum sich Tainach trotz der Niederlage nicht nur auf das Ergebnis reduzieren lassen will. Der Anschluss war früh da, die Möglichkeit zum 3:3 ebenso, nur der letzte Ertrag blieb aus.
Dass Tainach am Ende dennoch ohne Punkte blieb, erklärte der Trainer vor allem mit fehlender Effizienz in den entscheidenden Momenten. "Es war ein sehr intensives und zweikampfreiches Spiel. Leider haben wir gewisse Chancen nicht genutzt, daher haben wir die 2:3-Niederlage bekommen", brachte es Micheutz auf den Punkt. Gleichzeitig wollte er die Leistung seiner Mannschaft nicht schlechtreden. Er sah durchaus klare Dinge, die funktioniert haben: "Mit den hohen Bällen kamen wir immer wieder zu Abschlüssen, auch das schnelle Spiel durchs Zentrum oder über die Flügel war gut." Dazu passte auch seine Einschätzung zum Gegner. Rojach habe "definitiv den Willen" gehabt, die drei Punkte mitzunehmen. Diskussionen um den Unparteiischen machte Micheutz nicht auf, im Gegenteil: "Im Großen und Ganzen war es eine gute Schiedsrichterleistung." So bleibt unter dem Strich eine Niederlage, die Tainach in der Tabelle bei zwölf Punkten auf Rang sechs stehen lässt, während Rojach auf Platz zwei klettert. Aus Sicht der Gastgeber überwiegt aber der Eindruck, dass in diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre, wenn einer der Pfostentreffer oder eine der Chancen in der zweiten Halbzeit den Weg ins Tor gefunden hätte.