Spielberichte

„Statt zu schießen, haben wir noch einmal quer gespielt“ – Tainach lässt beim 0:0 zu viel liegen

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Rasenschach Tainach
FC Frantschach

In der 2. Klasse D trennten sich der SV Rasenschach Tainach und der FC Mondi Frantschach torlos 0:0. Für Tainach war es ein Nachmittag, an dem in einem intensiven Spiel mehr drin gewesen wäre. Trainer Fabian Micheutz sah gute Möglichkeiten für seine Mannschaft, machte aber auch klar, woran es fehlte: "Statt zu schießen, haben wir den Ball manchmal noch einmal quer gespielt."

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frantschach drückt an, Tainach arbeitet sich hinein

Die Partie entwickelte sich genau so, wie es Micheutz beschrieben hat: intensiv und umkämpft. Gerade in der Anfangsphase hatte Frantschach laut dem Tainacher Trainer eine gute Druckphase. "Der Gegner hatte am Anfang eine gute Druckphase, die wir top verteidigt haben", sagte Micheutz. Dass die Gastgeber in dieser Phase ohne Gegentor blieben, war wichtig für den weiteren Verlauf. Danach kam Tainach besser hinein, ließ den Gegner kommen und fand laut seinem Trainer zunehmend ins eigene Spiel mit guten Konterphasen. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel hielt die Begegnung dieses enge Bild. Vieles spielte sich auf Augenhöhe ab, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Vor dem Tor fehlt die letzte Konsequenz

Warum es am Ende trotzdem bei einem torlosen Remis blieb, machte Micheutz vor allem im letzten Drittel fest. Tainach hatte nach seiner Einschätzung "ganz klar sehr gute Chancen", brachte den Ball aber nicht über die Linie. Der Trainer sprach von kleinen Fehlern im Abschluss und wurde dabei sehr konkret: "Statt zu schießen, haben wir den Ball noch einmal quer gespielt." Gerade diese Aussage erklärt das 0:0 gut, weil es weniger am Aufwand als an der fehlenden Konsequenz vor dem Tor lag. Für Micheutz lag der Unterschied also nicht darin, dass seine Mannschaft zu wenig vom Spiel hatte, sondern dass sie ihre Möglichkeiten nicht sauber zu Ende spielte. "Die Treffsicherheit oder die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor" habe letztlich gefehlt, brachte er den Knackpunkt der Partie auf eine einfache Formel.

Ein Punkt bleibt, das bessere Gefühl fehlt

Diskussionsstoff suchte der Tainacher Coach nach dem Schlusspfiff nicht abseits des eigenen Spiels. Auch die Leistung des Unparteiischen ordnete Micheutz sachlich ein. "Die Schiedsrichterleistung war insgesamt in Ordnung. Er ließ zwar hart spielen, aber auf beiden Seiten", sagte er. Damit war für ihn klar, dass die Gründe für das 0:0 auf dem Platz und nicht daneben zu suchen sind. Unterm Strich nimmt Tainach gegen den Tabellenzweiten einen Punkt mit und hält nach 13 Runden bei 17 Zählern. Weil nach Einschätzung des Trainers aber mehr möglich gewesen wäre, bleibt neben dem Zählergewinn auch das Gefühl, dass sich die Gastgeber für ihren Aufwand nicht ganz belohnt haben. Genau das war nach diesem intensiven Spiel die Geschichte des Nachmittags.