In der 2. Klasse D hat SV Rasenschach Tainach am Samstag ein torreiches 5:3 gegen SG SV St. Margareten/Ros./ATUS Ferlach/DSG Sele/Zell 1b gefeiert. Für Trainer Fabian Micheutz lag der Unterschied vor allem dort, wo Spiele entschieden werden: „Die Effektivität vor dem Tor.“ Tainach startete stark, führte zur Pause bereits 4:2 und brachte den offenen Schlagabtausch nach einer heiklen Phase in der zweiten Hälfte doch noch über die Zeit.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Vom Anpfiff weg kam Tainach gut hinein, genauso hatte es Micheutz später beschrieben. Nach 14 Minuten brachte Laurence Joshua-Noah Koberer die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur sieben Minuten später legte Samuel Manaia Edmonds das 2:0 nach. Auch danach blieb Tainach vor dem Tor konsequent und machte aus seinen Möglichkeiten viel. Edmonds erhöhte in der 31. Minute auf 3:0, ehe Eman Hasic für die Gäste verkürzte. Doch noch vor dem Seitenwechsel stellte Koberer auf 4:1, bevor Rolf Landerl mit dem 4:2 dafür sorgte, dass die Partie trotz klarer Tendenz noch nicht entschieden war.
Gerade weil Tainach offensiv so wirksam war, störte den Trainer, dass sich seine Mannschaft zwischendurch selbst unter Druck brachte. „Wir fanden gut ins Spiel, ließen uns aber auf einmal hinten in die eigene Abwehrkette reindrücken“, erklärte Micheutz. „Wir führen 3:0 und der Gegner macht das Spiel, sowas darf nicht sein. Mit so einem Vorsprung müssen wir höher stehen und das 4:0 und 5:0 machen und der Fisch ist geputzt!“ Damit, so seine Einschätzung, habe man sich das Spiel schwerer gemacht, als es notwendig gewesen wäre. Die Gäste erkannten das und reagierten entsprechend. „Der Gegner hat gesehen, dass wir uns oft weit hineinfallen ließen, stand deswegen sehr hoch und machte uns das Spiel schwerer“, sagte der Tainach-Coach. Gleichzeitig nannte er aber auch jenen Punkt, der bei seinem Team an diesem Nachmittag besonders gut funktionierte: „Vor allem die Bälle in die Spitze haben sehr gut funktioniert.“ Genau aus dieser Mischung entstand das Bild der Partie: vorn gefährlich und kaltschnäuzig, im eigenen Aufbau aber nicht immer so sauber, wie es sich Micheutz vorstellt.
Nach der Pause blieb das Spiel deshalb offen, weil die Gäste weiter dranblieben. In der 71. Minute verkürzte David Male auf 4:3 und machte die Begegnung noch einmal spannend. Tainach musste in dieser Phase aufpassen, den klaren Vorsprung aus der ersten Hälfte nicht noch ganz herzugeben. Die Antwort kam spät, aber sie kam: Samuel Manaia Edmonds traf in der 86. Minute zum 5:3 und schnürte damit seinen Dreierpack. Für Micheutz war auch dieses späte Tor ein Beleg dafür, worin der entscheidende Unterschied lag. „Wir haben einfach mehr Tore geschossen und unsere Effektivität genützt“, sagte er. Ganz ohne Kritik wollte er den Heimsieg aber nicht stehen lassen. „Luft nach oben sehe ich noch im Herausspielen und dann, wenn wir in der Abwehrkette unter Druck geraten. Das müssen wir besser lösen.“ Auch den oft unterbrochenen Spielfluss sprach er an: „Es wurden sehr viele Fouls gepfiffen, aber sehr wenige Karten. Aus meiner Sicht muss man nicht jede Kleinigkeit in der zweiten Klasse als Foul werten.“ So blieb unter dem Strich ein torreicher Sieg, bei dem Tainach vor allem eines für sich sprechen ließ: eine starke Chancenverwertung.