In der Kärntner Liga trennten sich die SK Austria Klagenfurt Amateure und der FC CT-Cartrade Lendorf 1:1. Die Austria führte zur Pause nach einem Treffer von Din Delic, kassierte aber in Minute 76 durch Max Steinthaler den Ausgleich. Trainer Stefan Friessnegger sah sein Team mit mehr Spielanteilen und Chancen und haderte deshalb: Für ihn waren es zwei verlorene Punkte gegen einen Titelanwärter. Gleichzeitig betonte er die Entwicklung seiner jungen Mannschaft – ein Punkt, der ihm in dieser Phase der Saison besonders wichtig ist.

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Die 26. Runde brachte den Austria-Amateuren ein Remis, das sich für sie dennoch nach verpasster Gelegenheit anfühlte. Nach einer reifen Vorstellung vor der Pause stellte Din Delic in Minute 42 auf 1:0, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen. Friessnegger sah sein Team über weite Strecken als aktiver und zielstrebiger: „Wir hätten aufgrund der Spielanteile und Chancen einen Sieg verdient. Es waren wahrscheinlich zwei verlorene Punkte für uns.“ Das passte zum Bild, das er zeichnete: „Das 1:0 war eine super Aktion von uns.“ Dazu kamen aus seiner Sicht weitere gute Möglichkeiten. „Wir haben die Chancen auf mehr Tore gehabt“, sagte er und sprach sogar von einem Lattentreffer und einem Stangenschuss. Die Austria hatte das Spiel in vielen Phasen im Griff und ließ wenig zu.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, bis Lendorf zuschlug: In Minute 76 netzte Max Steinthaler zum 1:1 ein. Der Ausgleich fiel nach einem Eckball – eine Szene, die Friessnegger wurmte. „Wir wussten, dass sie bei jedem Corner zum Tor schiessen und den Tormann attackieren“, erklärte der Coach und ergänzte: Aus seiner Sicht lag beim Gegentor ein klares Foul am Torhüter vor, das der Unparteiische nicht ahndete. „Der Schiedsrichter hat heute nicht seinen besten Tag gehabt“, sagte er, legte aber gleich nach: „Fehler passieren, auch beim Schiedsrichter.“ Genau dieses Abhaken war ihm wichtig, auch wenn er überzeugt war, dass seine Mannschaft ohne diese Situation gute Chancen auf drei Punkte gehabt hätte.
Abseits der Emotionen um das Ergebnis legte Friessnegger den Schwerpunkt klar auf die Fortschritte seines Teams. „Wir sind in einem guten Flow. Das Spiel mit dem Ball und der Spielaufbau funktionieren wirklich gut. Wir haben auch gute Umschaltmomente“, erklärte der Trainer. „Wir verteidigen jetzt auch relativ gut weg.“ Besonders freute ihn, dass er vielen Talenten Minuten geben konnte: „Wir haben heute acht Spieler mit Einsatzminuten aus der U18 gehabt. Wir spielen zurzeit ohne Spieler von den Profis.“ Die Entwicklung der Jungen stehe deshalb über allem: „Für uns ist die Einsatzzeit der jungen Spieler viel wichtiger als die Tabelle.“ Den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Lendorf ist kampfkräftig, eine eingespielte Mannschaft mit guten Einzelspielern – sie sind nicht umsonst im Titelrennen.“.