Spielberichte

„Das Tempo war der Schlüssel“ – Friessnegger feiert 4:1 der Austria-Amateure

Austria Klagenfurt Amateure
ATUS Ferlach

Die Kärntner Liga verabschiedete sich mit einem klaren Heimdreier der SK Austria Klagenfurt Amateure: Gegen die ATUS Ferlach setzte es ein deutliches 4:1. Die Austria hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, legte früh zwei Tore vor, kassierte knapp vor der Pause den Anschluss und antwortete gleich nach Wiederbeginn. Matchwinner war Doppelpacker Maximilian Weber, während Coach Stefan Friessnegger den Auftritt seiner extrem jungen Truppe herausstrich: „Das Tempo war der Schlüssel – mit unserem U18-Kern und einem Altersschnitt von 16,4 Jahren war das heute sehr stark.“

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Austria-Amateure bestimmen das Tempo – und die Tore fallen im Takt

Vom Anpfiff weg drückten die Austria-Amateure aufs Tempo und hielten das Geschehen über weite Strecken in der Ferlacher Hälfte. „Es ging in 90 Minuten im Prinzip in eine Richtung, auf das Tor von Ferlach“, ordnete Trainer Stefan Friessnegger ein. Der Druck zahlte sich in Minute 25 erstmals aus: Julian Samuel Wittmann traf zur Führung. Noch vor der Pause legte Maximilian Weber nach und stellte in der 41. Minute auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff meldeten sich die Gäste zurück: Val Zaletel Cernos verkürzte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:1. Die Antwort der jungen Klagenfurter folgte sofort nach Wiederbeginn: In Minute 46 schob Weber zum 3:1 ein. Damit war die Richtung endgültig klar, die Austria kontrollierte weiter und setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt – Fabian Rötzer sorgte mit dem 4:1 für den Endstand.

Im Rückblick blieb für Friessnegger vor allem die Wucht des eigenen Spiels hängen. „Ferlach hatte überhaupt keine Chance, mit unserem Tempo mitzuhalten“, sagte er. Seine Mannschaft fand – so der Coach – viele gute Lösungen im Positionsspiel, egal ob der Gegner tief stand oder höher anlief: „Sie sind zuerst tief gestanden und hatten Probleme, dann haben sie versucht, uns anzupressen und hatten noch mehr Probleme.“ Den 2:0-Treffer beschrieb Friessnegger als „sensationell herausgespielt“ mit einem Pass in die Tiefe und einem scharfen Ball quer vors Tor, den Weber verwertete. Auch das 1:0 gefiel: „Julian Wittmann hat aus rund 18 Metern genau unter die Stange getroffen.“ Und den perfekten Start in Hälfte zwei hob er extra hervor: „Wir sind gleich rausgekommen und haben in der ersten Minute das 3:1 gemacht.“

Friessnegger lobt U18-Tempo und Positionsspiel – kleine Abzüge im letzten Drittel

Die größte Stärke seines Teams war für den Austria-Coach eindeutig die Geschwindigkeit – mit und ohne Ball. „Die Jungs haben ein Tempo an den Tag gelegt, mit dem Ferlach gar nicht zurechtgekommen ist“, betonte Friessnegger. Er erinnerte daran, mit einem extrem jungen Kader angetreten zu sein: „Wir haben im Prinzip mit der U18 gespielt und einen Altersschnitt von 16,4 Jahren gehabt.“ Inhaltlich gefiel ihm, wie sauber seine Elf über die Positionen nach vorne kam: viele klare Lösungen, saubere Tiefenläufe, ständiger Druck. „Nur im letzten Drittel haben wir ein, zwei Mal die falsche Entscheidung getroffen, sonst wäre der Sieg noch höher ausgefallen“, sagte er. Ein kleiner Wermutstropfen blieb in der Analyse dennoch: „In der Restverteidigung waren wir nicht immer kompakt und kompromisslos, da haben wir den Gegner zu ein, zwei Chancen kommen lassen.“ Insgesamt überwog aber die Zufriedenheit: „Ein hochverdienter Sieg – mit dem 4:1 sind wir sehr zufrieden.“

Faire Leitung, laute Kurve – und ein Blick nach vorne

Neben der sportlichen Seite sprach Friessnegger seinem Team auch für die Reaktion nach dem Gegentor ein Kompliment aus: „Nach dem 2:1 kurz vor der Pause ist die Mannschaft ruhig geblieben und hat gleich nach Wiederanpfiff das 3:1 gemacht – das war wichtig.“ Lob gab es zudem für das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Es war ein faires Spiel, sie hatten ein leichtes Spiel und haben es gut gemacht.“ Ein eigenes Kapitel widmete der Trainer den Anhängern: „Unser Fanklub war wieder mit rund 150 Leuten da und hat eine super Stimmung gemacht. Danke an alle – die Jungs haben sich das verdient.“ In der Tabelle stehen die Austria-Amateure nach Runde 30 bei 41 Punkten auf Rang acht, Ferlach hält bei 29 Zählern auf Platz 14. Für den Ausblick blieb Friessnegger bodenständig: „Wir haben überall Potenzial und werden in der nächsten Saison weiterarbeiten.“

Kärntner Liga: Austria Klagenfurt Amateure : Ferlach - 4:1 (2:1)

  • 82
    Fabian Rötzer 4:1
  • 46
    Maximilian Weber 3:1
  • 46
    Val Zaletel Cernos 2:1
  • 41
    Maximilian Weber 2:0
  • 25
    Julian Samuel Wittmann 1:0