Zum Abschluss der Kärntner Liga setzte sich der FC CT-Cartrade Lendorf zuhause mit 4:1 gegen den ASCO ATSV Wolfsberg durch. Lendorf nutzte die Schlüsselmomente eiskalt, Wolfsberg kam nach dem Anschlusstreffer noch einmal heran, musste sich aber in der Schlussphase geschlagen geben. ATSV-Obmann Otto Wegscheider ordnete die Niederlage dennoch ein: "Das 4:1 ist zu hoch ausgefallen." Aus seiner Sicht kippte die Partie nach dem erneuten Zwei-Tore-Rückstand endgültig weg – Lendorf hatte in den entscheidenden Minuten die bessere Antwort.

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Die Hausherren legten vor und gingen nach 16 Minuten durch Christian Kautz mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Wolfsberg defensiv ordentlich stand und im Spiel blieb. "Wir waren nicht um drei Tore schlechter als Lendorf, wir haben lange gut dagegengehalten, erst zum Schluss sind wir etwas eingebrochen", sagte Otto Wegscheider. Zugleich zollte er dem Gegner Respekt: "Lendorf ist in Kärnten als sehr kampfstarke Mannschaft bekannt und hat diese Kampfstärke wieder ins Spiel gebracht." Die Tore der Heimischen waren – so Wegscheider – "schön herausgespielt". Das passte zum Bild des ersten Durchgangs: Lendorf nützte einen Moment, Wolfsberg brauchte bis nach der Pause, um offensiv wirklich anzuklopfen.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lendorf früh: Julian Mataln stellte in Minute 54 auf 2:0 und sorgte für ein Polster. Wolfsberg meldete sich umgehend zurück: Patrick Pfennich traf nur zwei Minuten später per Flugkopfball zum 2:1. "Unser Tor war ein wunderschöner Flugkopfball von Patrick Pfennich. Das war der Anschlusstreffer zum 2:1, da hatten wir noch die Hoffnung, das Spiel zu drehen", beschrieb Wegscheider die Schlüsselszene aus ATSV-Sicht. Lendorf aber konterte mit Erfahrung und Effizienz: Wieder Kautz traf in der 69. Minute zum 3:1 – der Doppelschlag des Stürmers war die Weichenstellung. "Endgültig war es sicher das 3:1, da war das Spiel entschieden", so Wegscheider. In der Schlussphase legte Simon Hinteregger (81.) noch das 4:1 nach, während Wolfsberg die Belastung der langen Saison spürte.
Trotz der klaren Niederlage wollte der ATSV-Obmann niemanden an den Pranger stellen. "Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben eine sehr gute Meisterschaft gespielt. Irgendwann kommt der Müdigkeitsfaktor, da kann der eine oder andere nicht mehr die gleiche Leistung bringen", erklärte Wegscheider. Auch zum Unparteiischen fand er ruhige Worte: "Grundsätzlich sind die Schiedsrichterleistungen übers Jahr sehr gut. Es gibt keine Reklamationen von meiner Seite."
Am Ende blieb seine nüchterne Bilanz: "Der Unterschied war, dass sie vier Tore geschossen haben und wir nur eines. Das war der gravierende Unterschied." Ein positiver Rahmen tröstete ein wenig: "Die Stimmung in Lendorf war wie immer sehr gut." In der Tabelle bestätigt Lendorf mit dem Sieg Rang zwei, Wolfsberg schließt eine starke Saison auf Platz vier ab – und kann mit erhobenem Kopf in die Sommerpause gehen.