In der Kärntner Liga musste sich ASKÖ Köttmannsdorf am Sonntag dem SC Landskron mit 3:5 geschlagen geben. Nach einem ordentlichen Beginn verlor die Mannschaft von Trainer Patrick Rene Striednig laut ihrem Coach vor allem in der ersten Halbzeit den Faden. Dass die Hausherren nach der Pause noch einmal auf 3:4 herankamen, machte die Niederlage aus Köttmannsdorfer Sicht zwar enger, aber nicht besser.

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Patrick Rene Striednig musste nach dem 3:5 nicht lange nach Erklärungen suchen. Der Trainer von ASKÖ Köttmannsdorf sah den Bruch früh in der ersten Hälfte. „Wir haben die ersten fünf, zehn Minuten gut ins Spiel gefunden, dann aber unseren Plan nicht mehr umgesetzt“, sagte er. Genau in dieser Phase kippte die Partie auch am Spielstand. Jure Zupan brachte SC Landskron in der 16. Minute in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Markus Ulbing auf 0:2, ehe Mark Ceh in der 23. Minute schon das 0:3 nachlegte. Striednig sprach dabei von einem immer wieder ähnlichen Muster: „Die ersten drei Tore waren fast ident. Sie haben aus der Defensive in die Halbräume gespielt, der Stürmer hat klatschen lassen und dann ist der Ball wieder hinter unsere Abwehr gekommen.“ Aus seiner Sicht bekam ASKÖ Köttmannsdorf genau diese Räume nicht geschlossen und machte es dem Gegner damit zu leicht.
Dass die Gastgeber kurz vor der Pause noch einmal ein Lebenszeichen setzten, änderte am Grundproblem für den Trainer zunächst wenig, half aber zumindest für den weiteren Verlauf. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Stephan Borovnik auf 1:3, und mit diesem Treffer ging ASKÖ Köttmannsdorf mit einer besseren Ausgangslage in die Kabine, als es nach den Minuten zuvor zu befürchten gewesen war. Striednig betonte, dass seine Mannschaft in der Halbzeit wusste, „dass noch etwas möglich ist“, und genau so kam sie auch zurück. Trotzdem musste sie in der 58. Minute durch Sebastian Bauer zunächst das 1:4 hinnehmen. Bemerkenswert war dann aber die Reaktion: Marco Mischkounig brachte ASKÖ Köttmannsdorf in der 66. Minute auf 2:4 heran und legte nur eine Minute später auch das 3:4 nach. Plötzlich war das Spiel wieder offen, auch wenn Striednig im Rückblick vor allem den verpassten Ausgleich beklagte: „Wir sind gut zurückgekommen, haben uns dann leider nicht mit dem 4:4 belohnt.“
Die Erklärung für den Ausschlag zugunsten von SC Landskron lieferte Striednig sehr klar. „Der entscheidende Moment war, dass wir nach zehn, 15 Minuten unsere Kompaktheit in der Defensive verloren haben“, sagte der Trainer. Für ihn standen dabei nicht einzelne Fehler im Vordergrund, sondern die Abstände innerhalb der Mannschaft. Dass ASKÖ Köttmannsdorf im Finish noch mehr riskieren musste, passte dann ins Bild dieses Nachmittags. Weil die Hausherren aufmachen mussten, fiel in der 88. Minute noch das 3:5 durch Daniel Martinovic. Striednig nannte dieses Gegentor „ungünstig“, stellte aber auch klar, dass der Sieg des Gegners unterm Strich verdient war. „Landskron war kompakter, agiler und spielfreudiger. Sie waren routinierter und intelligenter.“ Diskussionen über den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen: „Es hat alles gepasst. Die Schiedsrichterleistung war völlig in Ordnung.“ Für ASKÖ Köttmannsdorf bleibt damit nach zwei Runden weiter das Warten auf die ersten Punkte, und die Aufgabe für die nächsten Tage ist aus Sicht des Trainers eindeutig: defensiv wieder enger werden und über die gesamte Spielzeit bei der eigenen Ordnung bleiben.