In der Kärntner Liga hat sich SC Landskron im Heimspiel gegen ATUS Ferlach mit einem 1:1 begnügen müssen. Trainer Stefan Stresch sah zunächst vieles, was ihm gefiel: eine aktive erste Hälfte, die verdiente Führung und viel Intensität gegen den Ball. Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, erklärte er vor allem mit der Phase nach der Roten Karte, in der seine Mannschaft die Überzahl nicht ruhig genug ausspielte.

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Stefan Stresch schilderte eine Partie, die sofort auf Temperatur war. "Von der ersten Minute an war eine Intensität da", sagte der Trainer, der von einem hart umkämpften Spiel sprach. SC Landskron wollte zu Hause gewinnen und legte die Grundlage dafür in einer starken ersten Halbzeit. Stresch gefiel die Laufbereitschaft seiner Mannschaft, er sprach von guten Abständen und einem sehr aktiven Verhalten im Pressing. In der 9. Minute kam dann auch die Belohnung. Nach einem Freistoß sprang der Ball zunächst an die Querlatte, Landskron blieb aber am zweiten Ball dran und Mark Ceh traf zum 1:0. Für den Coach war das ein Treffer, der viel mit Aufmerksamkeit und Konsequenz zu tun hatte: "Wir sind dort drangeblieben und haben den Ball verwerten können." Ganz ohne Gefahr blieb ATUS Ferlach aber nicht, denn bei einem Lattenschuss der Gäste hatte Landskron laut Stresch auch das nötige Glück auf seiner Seite.
Mit der 1:0-Führung zur Pause konnte SC Landskron gut leben, zumal Stresch seine Mannschaft bis dahin als das bessere Team sah. "Wir waren erste Hälfte die bessere Mannschaft", sagte er und hob hervor, dass seine Elf auch in den Ballbesitzphasen "nicht schlecht" gewesen sei und immer wieder versucht habe, hinter die Abwehr zu kommen. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie aber. Der Trainer meinte, seine Mannschaft sei in dieser Phase "ein bisschen zu passiv" geworden und insgesamt zu tief gestanden. In der 61. Minute fiel dann der Ausgleich durch Amir Dervisevic per Elfmeter. Diskussionen wollte Stresch darüber keine aufmachen, im Gegenteil: "Das war ein klarer Elfmeter, da war unser Abwehrverhalten nicht clever." Nur zwei Minuten später sah Guido Frank auf Seiten von ATUS Ferlach die Rote Karte. Trotz dieser Wendung blieb beim Landskron-Coach am Ende die nüchterne Einordnung stehen, dass das Unentschieden "über das ganze Spiel betrachtet in Ordnung geht".
Am meisten beschäftigte Stresch nach dem Schlusspfiff die letzte halbe Stunde nach dem Ausschluss. Er machte seiner Mannschaft beim Einsatz keinen Vorwurf, wohl aber beim Umgang mit dem Ball in dieser entscheidenden Phase. "Mit der roten Karte vom Gegner haben wir die Überzahl nicht clever ausgespielt", sagte er deutlich. Landskron sei zu hektisch gewesen, habe in Ballbesitz zu wenig Ruhe ausgestrahlt und zu oft sofort die vertikale Lösung gesucht. Stresch sprach auch davon, dass seinem Team in diesen Minuten die Breite, die Spielverlagerungen und damit die besseren Lösungen gefehlt hätten. Genau dort sieht er aber Entwicklungspotenzial: "Die Mannschaft hat die Qualität, wir müssen in diesen Phasen ruhiger bleiben." Den Gegner beschrieb er als erwartet starken, robusten und gut besetzten Kontrahenten. Deshalb blieb auch der Blick nach vorne sachlich. SC Landskron hält nach drei Runden bei sieben Punkten, und Stresch sagte zum Abschluss: "Wir sind auf einem guten Weg und werden an den Sachen hart arbeiten. Das nächste Spiel wird sicher ganz anders aussehen."