Spielberichte

„Der letzte Punch hat gefehlt“: Launsdorf lässt beim 0:0 gegen Matrei den Heimsieg liegen

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SC Launsdorf
Sportunion Matrei

In der Kärntner Liga trennten sich SC Launsdorf und Sportunion Matrei in Osttirol am Sonntag torlos 0:0. Das Ergebnis passt zu einem Spiel, das nach Einschätzung von Launsdorf-Trainer Harald Proprentner mehr Kampf als Spielfluss bot. Die Gastgeber hatten aus seiner Sicht die besseren Möglichkeiten und waren dem Heimsieg näher, am Ende fehlte aber genau das, was der Coach den „letzten Punch“ nannte.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Zerhackte Partie ohne viel Rhythmus

Proprentner musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach einer treffenden Einordnung suchen. „Das Spiel war ein komplett zerhacktes Spiel“, sagte der Launsdorf-Trainer, und damit war die Richtung dieser 90 Minuten schnell beschrieben. Vieles lief über Zweikämpfe, über hohe Intensität und über Situationen, in denen sich kein richtiger Spielfluss entwickeln konnte. „Es war 90 Minuten lang ein Kampfspiel von beiden Seiten“, meinte er. Dass am Ende kein Tor fiel, passte für ihn deshalb auch zum Charakter der Partie. Gleichzeitig hatte er schon das Gefühl, dass seine Mannschaft über weite Strecken die gefährlichere war. Ganz einseitig war das Bild aber nicht, denn auch Matrei kam laut Proprentner zu einer großen Möglichkeit, als ein Gästespieler in der 65. Minute aus seiner Sicht allein auf den Torwart zulief. Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil nicht überzogen aus. „Schlussendlich war es ein gerechtes Unentschieden“, sagte er.

Die besseren Chancen waren da

Dass sich Launsdorf nach dem 0:0 trotzdem ein wenig um den Lohn gebracht fühlte, lag vor allem an den eigenen Möglichkeiten. Proprentner formulierte es klar: „Dem Sieg näher waren schon wir.“ Schon in der ersten Halbzeit sah er eine gute Einschussmöglichkeit für Bajro Besic. Noch deutlicher wurde es bei einem Freistoß von Michael Höfferer, der an die Querlatte ging und damit die bis dahin beste Launsdorfer Aktion brachte. Nach dem Seitenwechsel blieb es aus Sicht der Gastgeber beim gleichen Bild. Besic kam noch zu einer Kopfballchance, Fabian Gangl hatte eine Topmöglichkeit, und in der 81. Minute ärgerte sich Proprentner besonders über eine Szene mit Höfferer. Der Trainer sprach davon, dass sein Spieler am Trikot gezupft worden sei und sonst wohl noch entscheidend zum Ball gekommen wäre. „Das wäre wahrscheinlich das 1:0 für uns gewesen“, sagte er. So blieb die Latte stehen, die Chancen blieben ungenützt und Launsdorf musste mit dem Punkt leben. Die Erklärung des Trainers fiel dabei sehr direkt aus: „Der letzte Punch, die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat gefehlt.“

Viel Einsatz, erstes Zu-null-Spiel und ein nüchterner Blick auf den Punkt

Trotz des verpassten Heimsiegs fiel die Bewertung des Trainers alles andere als negativ aus. Proprentner hob vor allem hervor, wie seine Mannschaft diese Partie angenommen hatte. „Wir haben den Fight absolut angenommen“, sagte er, und er legte nach: „Meine Mannschaft hat sich wirklich voll zerrissen, sie hat sich aufgeopfert und gekämpft.“ Das war für ihn gegen einen Gegner wichtig, der aus seiner Sicht viel mit hohen Bällen arbeitete, auf zweite Bälle ging und mit schnellen Spielern immer wieder nachrückte. Genau deshalb sprach er Matrei auch einen verdienten Punkt nicht ab. Gleichzeitig weiß der Launsdorf-Coach natürlich, dass ein 0:0 daheim schnell als zu wenig gesehen wird. Er sprach selbst davon, dass die Erwartungshaltung in Launsdorf höher geworden sei. Gerade deshalb ordnete er das Ergebnis bewusst ruhiger ein. „Wir haben das erste Mal zu null gespielt. Das ist positiv“, sagte Proprentner. Dazu kommen 16 Punkte nach sieben Runden und damit ein starker Start für einen Aufsteiger. Entsprechend klar fiel sein Fazit aus: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft hundertprozentig zufrieden.“ Auch den Schiedsrichter kritisierte er nicht und meinte, dieser habe „tadellos gepfiffen“ und keinen spielentscheidenden Fehler gemacht.