In der Kärntner Liga hat KAC 1909 am Samstagnachmittag gegen den SV Seeboden am Millstättersee einen klaren 5:0-Heimsieg eingefahren. Zur Pause stand es bereits 2:0, nach dem Seitenwechsel legten die Klagenfurter noch drei Tore nach. Trainer Christian Rauter sah dabei genau die Partie, die er erwartet hatte: eine geschlossene KAC-Leistung, viel Zugriff gegen den Ball und konsequente Chancen aus ruhenden Bällen.

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Für Rauter war schon in den ersten Minuten zu sehen, dass seine Mannschaft den Plan auf den Platz brachte. Seeboden habe so gespielt, „wie wir es erwartet haben“, sagte der KAC-Coach, also mit dem Versuch, viel über das Mittelfeld und die Stürmer aufzubauen. Genau dort setzte der KAC an. „Wir haben das mit unseren Innenverteidigern überragend gut verteidigt“, erklärte Rauter, dazu kam früher Druck aus dem Mittelfeld. Aus seiner Sicht kam Seeboden deshalb nie richtig in die Partie. Vorne hatte der KAC die ersten Möglichkeiten und belohnte sich in der 20. Minute mit dem 1:0 durch Mario Daniel Gugganig. Kurz vor der Pause legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Rauter meinte sogar, Seeboden habe bis ganz zum Schluss der ersten Hälfte kaum etwas aufs Tor gebracht. Erst zwei Standardsituationen nach einer Unachtsamkeit sorgten noch einmal für etwas Gefahr, da stand es allerdings schon 2:0.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht des KAC ähnlich. Rauter sprach von einem richtig guten Start nach der Kabine und davon, dass seine Mannschaft „Chancen in Hülle und Fülle“ hatte. Seiner Einschätzung nach hätte das 3:0, vielleicht sogar schon das 4:0, deutlich früher fallen müssen. Als es dann in der 68. Minute wieder soweit war, traf erneut Gugganig und machte seinen Dreierpack perfekt. Nur zwei Minuten später erhöhte Noa Mosser auf 4:0. Dass die ersten vier Tore aus Standardsituationen beziehungsweise aus den Anschlussaktionen danach entstanden, hob Rauter besonders hervor. Das erste Tor beschrieb er genauer: Nach einem Eckball blieb Gugganig vorne, Patrick Legner spielte den Ball noch einmal auf den Innenverteidiger, der die Szene erfolgreich abschloss. Das 5:0 in der 90. Minute fiel dann nicht mehr nach einem ruhenden Ball, sondern nach einer Umschaltphase. Rauter schilderte einen Tiefenlauf von Edin Serdarevic, der Patrick Trimi bediente, und Trimi setzte den Schlusspunkt.
So deutlich das Ergebnis auch war, Rauter wollte den Sieg nicht nur an den Torschützen festmachen. „Der entscheidende Moment für den Sieg war heute definitiv das Auftreten der Mannschaft als Kollektiv“, sagte der Trainer. Ihm gefiel, wie geschlossen der KAC verteidigte und wie die Mannschaft trotz des schwierigen Untergrunds immer wieder versuchte, selbst aktiv zu bleiben. Gerade das stellte er heraus, weil auf diesem Platz sauberes Kombinationsspiel nicht selbstverständlich sei. Einen Spieler mochte er deshalb bewusst nicht über alles stellen, auch wenn Gugganig mit drei Treffern natürlich herausragte. „Natürlich ist zu sagen, dass Mario Gugganig mit drei Toren eine herausragende Leistung gezeigt hat“, sagte Rauter, schob aber sofort nach, dass der Auftritt insgesamt von hinten bis vorne gestimmt habe. Besonders zufrieden war er auch mit den jungen Spielern. Elias Widrich stand diesmal von Beginn an auf dem Feld und habe laut Rauter „eine richtig gute Leistung gebracht“.
Über den Gegner sprach Rauter trotz des klaren Ergebnisses mit Respekt. Er verwies darauf, dass Seeboden aus seiner Sicht grundsätzlich eine gute Mannschaft mit interessanten Spielern wie Jasmin Dindic, Pasqual Eder und Hanno Morgenstern sei. Diesmal aber ließ der KAC den Gästen kaum Raum, ihre Stärken zu zeigen. „Heute haben sie die Möglichkeit nicht gehabt, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Diskussionen gab es für ihn kaum. „Zum Diskutieren war nichts“, sagte Rauter, lediglich beim 2:0 habe es seiner Meinung nach eine knappe Abseitsfrage geben können. Unterm Strich überwog für ihn aber eindeutig die eigene Leistung. „Wir haben alles, was wir wollten, perfekt umgesetzt“, lautete sein Fazit. Mit dem 5:0 bleibt der KAC nach 13 Runden mit 26 Punkten in der Spitzengruppe der Kärntner Liga und hat den klaren Heimsieg mit einer Leistung untermauert, die der Trainer in erster Linie als mannschaftliche Antwort verstanden wissen will.