Derbysieg in der Unterliga West: Der URC Thal/Assling ließ gegen Rapid Lienz nichts anbrennen und gewann vor großer Kulisse klar mit 4:0 (1:0). Ein Freistoß von Matej Palcic kurz vor der Pause stellte die Weichen, nach dem Seitenwechsel legten Dominik Klaus Kofler sowie die Brüder Luis und Paul Felder nach. Trainer Markus Hanser sprach von einem typischen Derby, viel Kampf – und einer Mannschaft, die sich für ihre Dominanz diesmal konsequent belohnte.

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Die Anfangsphase trug den Stempel eines echten Nachbarschaftsduells: viel Betrieb auf den Rängen, auf dem Platz enge Duelle. Thal/Assling hatte zwar mehr vom Spiel, fand aber zunächst nur selten den letzten Pass. Markus Hanser beschrieb es so: "Es war ein typisches Derby mit viel Publikum. Lienz hat sehr destruktiv gespielt, wir waren im Feld überlegen, aber zwingende Chancen waren wenige." Umso wichtiger wurde der Moment kurz vor dem Pausenpfiff: In Minute 45 zirkelte Matej Palcic einen Freistoß sehenswert zum 1:0 ins Netz. "Der richtige Moment war kurz vor der Pause: ein überragender Freistoß von Matej, das war ausschlaggebend. Wir sind mit 1:0 und viel Selbstvertrauen in die Kabine gegangen", erklärte Hanser. Dieser Treffer löste sichtbar die Handbremse beim Heimteam, das die Begegnung auch in den Zweikämpfen nun klarer annahm und das Publikum mitnahm.
Nach dem Seitenwechsel blieb Thal/Assling das aktivere Team und setzte die ersten Akzente. Bereits in der 51. Minute fiel das 2:0: Kapitän Dominik Klaus Kofler drückte den Ball nach Vorarbeit von Uros Palibrk über die Linie. Hanser lobte die Entstehung: "Das zweite Tor war von Uros vorbereitet, eine Flanke in die Schnittstelle, unser Kapitän Dominik Kofler hat eingenetzt." Aus sicherer Führung heraus kontrollierte Thal/Assling das Geschehen, ohne ins offene Messer zu laufen. Der Coach sah den Gegner kaum gefährlich: "Rapid hatte über 90 Minuten nur eine Halbchance über Dominik Müller. Sonst war nie Gefahr, es war am Ende ein klarer Heimsieg." Wichtig war für ihn auch die Haltung seiner Elf: "Wir haben den Kampf angenommen. Lienz hat robust gespielt, aber wir sind ruhig geblieben und wollten weiter von hinten heraus Fußball spielen – das ziehen wir auch in den nächsten Spielen durch." Das Schiedsrichterteam bekam einen sachlichen Daumen hoch: "Das Schiedsrichterteam war okay."
In der Schlussphase legte Thal/Assling noch einmal zu und schraubte das Ergebnis in die Höhe. In Minute 83 sorgte Luis Felder für das 3:0, in der 90. Minute setzte Paul Felder mit dem 4:0 den Deckel drauf. Der Trainer hatte an den beiden Offensivaktionen sichtbar Freude: "Ich habe die zwei Brüder gebracht – einer zieht super in den Strafraum, macht noch einen Haken und trifft ins lange Eck, am Ende schließt der andere trocken ab." Gleichzeitig hob Hanser die Perspektive der Youngster hervor: "Die zwei Brüder hebe ich hervor – charakterlich und fußballerisch werden sie den nächsten Schritt gehen. Mit den beiden werde ich noch viel Freude haben." Auf die Frage nach dem Unterschied an diesem Abend war Hanser deutlich: "Der Unterschied war die Qualität. Ich habe viel mehr Qualität in meiner Mannschaft." Mit dem klaren Derbysieg festigt Thal/Assling Rang vier (39 Punkte nach 24 Runden) und nimmt Schwung für das Saisonfinale mit. Für Lienz, das in der Tabelle im hinteren Drittel unterwegs ist, bleibt die Erkenntnis, dass gegen diesen Auftritt der Hausherren wenig zu holen war.