In der Unterliga West lieferte sich der SV Raika Greifenburg mit dem SV AQUA-DOC Rothenthurn ein intensives Duell, das 1:1 endete. Nach dem frühen 1:0 durch David Thalmann fehlte den Hausherren die Kaltschnäuzigkeit für die Vorentscheidung, nach der Pause kamen die Gäste besser ins Spiel und glichen durch Julian Elias Katholnig aus. Trainer Marcel Pirker sprach von einem gerechten Remis und haderte mit ausgelassenen Chancen und einer dünnen Bank bei sommerlichen Bedingungen.

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Greifenburg erwischte den Traumstart: Schon in Minute drei traf David Thalmann zum 1:0. Das frühe Tor gab den Hausherren Rückenwind, sie waren in den Zweikämpfen präsent und setzten die Rothenthurner früh unter Druck. Marcel Pirker brachte es so auf den Punkt: „Wir waren positiv. In der ersten Halbzeit waren wir besser, in der zweiten Halbzeit war Rothenthurn besser. Gerechtes Unentschieden.“ Vor allem in den ersten 30 Minuten hatte seine Elf deutlich mehr vom Spiel. „Wir waren die erste halbe Stunde sehr giftig und sind gut draufgegangen. Wir hatten ein, zwei Möglichkeiten, das 2:0 oder 3:0 zu machen“, ärgerte sich der Coach über verpasste Chancen. Auch das Umschalten funktionierte: „Wir waren beim Umschalten sehr stark.“ Zur Pause stand es dennoch „nur“ 1:0, weil vorne die letzte Präzision fehlte.
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild. Die Gäste wurden aktiver, hielten den Ball besser und drängten Greifenburg tiefer in die eigene Hälfte. Pirker sah einen Knackpunkt an der Seitenlinie: „In der zweiten Halbzeit hat der Trainer von Rothenthurn gewechselt – der Neue war bei ihnen der beste Mann.“ Mit zunehmender Spieldauer zahlte sich der Druck aus, in Minute 74 traf Julian Elias Katholnig zum 1:1. Greifenburg fehlte nun der frische Schwung von der Bank. „Die Temperaturen waren warm und uns haben die Auswechselspieler gefehlt, damit du drei-, viermal wechseln kannst. Dieser neue Schwung hat uns heute leider gefehlt“, erklärte Pirker. Statt nachzulegen, mussten die Hausherren in der Schlussphase vor allem sauber verteidigen, um den Punkt festzuhalten.
Im Fazit blieb Pirker bei einer ausgeglichenen Sicht: „Gerechtes Unentschieden.“ Woran es für mehr gefehlt hat, war für ihn klar: „Uns haben die Chancenverwertung und die Kaderbreite gefehlt.“ Verletzungs- und Ausfallsorgen begleiten Greifenburg schon länger, der Trainer lobte dennoch seine Startelf: „Ausfälle haben wir schon die ganze Rückrunde, aber die Elf, die spielen, sind gut – fertig.“ Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es nicht: „Der Schiedsrichter entscheidet so, wie er es sieht. Da gibt es nichts zu diskutieren.“ Auch das Drumherum passte für den Coach: „Die Stimmung war gut.“
In der Tabelle ist der Zähler nicht unbedeutend: Greifenburg hält bei 34 Punkten und festigt Rang sieben, Rothenthurn bleibt mit 46 Zählern erster Verfolger von Spitzenreiter Seeboden. Für Greifenburg heißt das: Auf dem starken Fundament der ersten Halbzeit aufbauen, vorne konsequenter werden – dann werden solche Führungen wieder zu Dreiern.