Spielberichte

SV Union Lind kämpft sich nach 1:3 zurück – Brandner macht das 3:3 kurz vor Schluss

SV Union Lind
ASKÖ Gmünd

Intensives Remis in der Unterliga West: Der SV Union Lind holte nach 1:3-Rückstand gegen ASKÖ Gmünd noch ein 3:3. In einer kampfbetonten Partie mit vielen Zweikämpfen trafen für Lind Timo Christian Huber, Rene Löschnig und der eingewechselte Gabriel Brandner spät zum Ausgleich. Trainer Ibel Alempic sprach von einem verdienten Punkt nach schwierigem Spielverlauf und hob die Moral sowie den Beitrag der Joker hervor. Gmünd führte bereits mit zwei Toren, musste das späte Comeback der Hausherren aber noch hinnehmen.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Früher Schock, schnelle Antwort – ein Duell für Kämpfer

Gleich in der Anfangsphase musste Lind einem Rückstand hinterherlaufen: Maximilian Kohlmaier stellte in Minute 6 auf 0:1. Die Reaktion der Hausherren kam aber noch vor der Pause, als Timo Christian Huber in der 19. Minute zum 1:1 traf. Das 1:1 zur Halbzeit passte zu einem Spiel, das weniger von Finesse als von Härte und Laufarbeit lebte. Trainer Ibel Alempic brachte es so auf den Punkt: "Das war ziemlich anstrengend, läuferisch und kämpferisch geprägt, mit vielen Zweikämpfen und eher wenig technischem Fußball. Es war heute mehr Kampf als Spiel." Beide Teams investierten viel gegen den Ball, suchten die Duelle und ließen über weite Strecken kaum Ruhe in den Aktionen aufkommen. Für die Zuschauer bedeutete das: viele enge Szenen, viel Einsatz und kleine Momente als Zünglein an der Waage – zunächst ohne entscheidenden Vorteil für eine Seite.

Potocnik-Doppelpack, 1:3 – und Lind findet über Wechsel zurück

Nach dem Seitenwechsel setzte Gmünd den ersten Stich. Domen Potocnik traf in der 55. Minute zum 1:2 und legte nur acht Minuten später das 1:3 nach – eine kalte Dusche für die Heimelf, die sich bis dahin an der Partie festgebissen hatte. Alempic zollte dem Gegner Respekt: "Gmünd war wie erwartet spielerisch stark, offensiv sehr gefährlich und defensiv stabil." In dieser Phase wackelte Lind, doch der Coach verwies auf zwei brenzlige Szenen, in denen sein junger Goalie stark reagierte. Entscheidend war danach der Griff zur Bank: "Die Wechsel von Gabriel Brandner und Johannes Oberwinkler haben Schwung gebracht. Dann der schnelle Anschluss durch Rene Löschnig und am Ende das 3:3. Das war mehr als verdient." Mit frischen Kräften fand Lind wieder Länge in den Aktionen, kam besser in die Zweikämpfe und setzte das, was zuvor fehlte: Druck im letzten Drittel und Präsenz am zweiten Ball.

Löschnig bringt Hoffnung, Brandner erlöst spät

Mit dem Anschlusstreffer durch Rene Löschnig in Minute 69 bekam das Spiel eine neue Richtung. Lind blieb am Drücker, trug den Ball in der Schlussphase immer wieder nach vorne und glaubte sichtbar an die Wende. Der Joker stach in der 89. Minute: Gabriel Brandner war zur Stelle und besorgte das 3:3, das am Ende wie ein kleiner Sieg gefeiert wurde. "Mit dem Punkt sind wir zufrieden. Nach dem Spielverlauf war er mehr als zufriedenstellend", sagte Alempic, der seiner Mannschaft vor allem eines attestierte: "Unsere Kampfbereitschaft und die Zweikampfannahme waren in Ordnung." Ein Sonderlob bekam der Jüngste im Kader: Auch Timo Christian Huber, der schon früh das 1:1 markierte, blieb positiv hängen. Alempic: "Unser jüngster, der Timo, war für mich heute der Spieler des Matches. Er macht das Ausgleichstor schön und sorgt mit seinen Aktionen ständig für Wirbel." Die Kombination aus Moral, Bankimpulsen und Geduld zahlte sich spät aus – aber sie zahlte sich aus.

Fairer Rahmen, starker Schiedsrichter – und ein Punkt mit Wirkung

Bei allem Kampf blieb es ein faires Spiel. Der Trainer lobte ausdrücklich das Gespann: "Der Schiedsrichter war heute top: ruhig, alles unter Kontrolle. Die Karten waren richtig und haben die Spieler beruhigt. Es war eine faire Partie." Auch abseits des Rasens passte die Kulisse zum Abend: "Die Stimmung war super. Wir haben den Punkt praktisch wie einen Sieg gefeiert."

In der Tabelle hilft das Remis vor allem der Moral: Lind hält nach der 24. Runde bei 27 Zählern und zeigt gegen den Dritten Gmünd (44 Punkte), dass man auch mit einem Topteam über 90 Minuten mithalten kann. Alempic blickt trotz Ausfällen zuversichtlich voraus: "Uns fehlen seit einiger Zeit einige Spieler, aber die Jungen machen das gut. Wir versuchen, mit dem, was geht, das Beste herauszuholen." Mit dem Rückenwind eines späten Comebacks kann Lind die letzten Runden selbstbewusst angehen.

Unterliga West: SV Lind : Gmünd - 3:3 (1:1)

  • 89
    Gabriel Brandner 3:3
  • 69
    Rene Löschnig 2:3
  • 63
    Domen Potocnik 1:3
  • 55
    Domen Potocnik 1:2
  • 19
    Timo Christian Huber 1:1
  • 6
    Maximilian Kohlmaier 0:1