Spielberichte

Nötsch verliert 1:4: "Tore zu ungünstigen Zeitpunkten"

WSG Radenthein
ATUS Nötsch

In der Unterliga West musste ATUS VFI-Center Nötsch bei WSG VAO Radenthein eine klare 1:4-Niederlage hinnehmen. Radenthein legte vor der Pause durch Maximilian Thomas Görtschacher vor, nach dem Wechsel entschied Ermin Softic mit drei Treffern die Partie. Nötsch kam nur kurz durch Christian Lussnig heran. Trainer Thomas Gilgenreiner sprach von einer „mäßigen Partie“ mit wenigen Chancen und ärgerte sich vor allem über einfache Gegentore und deren Timing – seine Mannschaft fand an diesem Nachmittag kaum in einen sauberen Rhythmus.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Radenthein legt vor, Softic macht alles klar

Es begann zäh, mit viel Mittelfeld und wenig echten Möglichkeiten, so schilderte es Nötsch-Coach Gilgenreiner. Nach knapp einer halben Stunde kippte das Spiel erstmals in Richtung der Heimischen: In Minute 29 traf Maximilian Thomas Görtschacher zum 1:0. Aus Nötscher Sicht fiel der Treffer denkbar billig. „Das 1:0 war ein langer Ball. Innenverteidiger und Tormann haben sich irritiert, der Stürmer ist durchgelaufen und macht ihn“, erklärte Gilgenreiner. Bis zur Pause blieb es bei diesem knappen Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich kurz die Ereignisse: In der 62. Minute fielen zwei Treffer – Ermin Softic traf für Radenthein, und Christian Lussnig schrieb für Nötsch an, auf der Tafel stand 2:1. Doch die Gastgeber blieben griffiger. Softic stellte in der 67. Minute auf 3:1 und legte in der 80. noch das 4:1 nach – sein Dreierpack besiegelte den Heimerfolg.

Gilgenreiner findet klare Worte zur Leistung

Nach dem Schlusspfiff nahm Thomas Gilgenreiner kein Blatt vor den Mund. „Es war eine mäßige Partie, wenig Torchancen auf beide Seiten“, sagte der Trainer und rückte die einfachen Fehler in den Mittelpunkt. Besonders ärgerte ihn, wie die Gegentore entstanden. „Das 2:0 war ein Corner, wo wir unachtsam waren. Radenthein war giftiger heute.“ Auch im eigenen Ballbesitz blieb vieles Stückwerk. „Wir haben eigentlich keine Pässe gut angebracht, die ersten Kontakte waren schlecht, und die Laufarbeit hat auch nicht gepasst“, bilanzierte er. Auf die Frage, was phasenweise besser funktioniert habe, kam ein nüchternes „Eigentlich nichts.“ Die Analyse fiel insgesamt knapp, aber deutlich aus: „Tore haben wir zu ungünstigen Zeitpunkten bekommen.“ Für Lob an den Gegner fand er trotzdem Platz: „Sie sind defensiv kompakt gestanden und haben sich in jeden Schuss reingehauen.“ 

Tabellen-Mittelfeld und die Hausaufgaben

Durch das 1:4 bleibt es für Nötsch eine Saison mit Auf und Ab im Mittelfeld der Tabelle. Nach 25 Runden hält die Mannschaft bei 32 Punkten, Radenthein steht mit 35 Zählern knapp davor. Zahlen allein erklären den Nachmittag aber nicht. Entscheidend war, was der Trainer klar benannte: einfache Gegentore und Basics, die nicht saßen. Aus den Aussagen lassen sich die nächsten Aufgaben ablesen. „Pässe sauber anbringen, erste Kontakte verbessern, Laufarbeit anziehen“ – genau an diesen Schrauben will Nötsch drehen, um wieder konstanter zu punkten. Denn trotz des kurzen Aufbäumens durch Christian Lussnig reichte es nicht zu einer echten Wende, auch weil Ermin Softic eiskalt blieb. Für Radenthein war es ein kompakter Auftritt, für Nötsch ein gebrauchter Nachmittag mit klaren Lehren für die kommende Trainingswoche.

Unterliga West: Radenthein : Nötsch - 4:1 (1:0)

  • 80
    Ermin Softic 4:1
  • 67
    Ermin Softic 3:1
  • 62
    Christian Lussnig 2:1
  • 62
    Ermin Softic 2:0
  • 29
    Maximilian Thomas Görtschacher 1:0