In der Unterliga West setzte sich ATUS VFI-Center Nötsch in Runde 26 klar mit 4:1 gegen Rapid Lienz durch. Drei schnelle Treffer in den ersten 22 Minuten legten den Grundstein, vor der Pause kamen die Gäste noch zum Anschluss. Nach dem Seitenwechsel blieb Nötsch stabil und machte spät endgültig zu. Trainer Thomas Gilgenreiner sprach von einem engagierten Start, sauberen Angriffen und einem Team, das den Sieg „einfach mehr wollte“.

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Vom Anpfiff weg übernahm Nötsch das Kommando. „Wir waren von Anfang an engagiert, haben selber gespielt und gleich Chancen gehabt“, erklärte Trainer Thomas Gilgenreiner. Der Auftritt zahlte sich rasch aus: In Minute 10 stellte Nicolas Francis Janschitz auf 1:0, vier Minuten später legte Harald Ottowitz das 2:0 nach, in der 22. Minute erhöhte Alessandro Ventre auf 3:0. Laut Gilgenreiner waren die Angriffe ähnlich gestrickt: „Wir haben im Mittelfeld den Ball gut gehalten, sauber rausgespielt, der Pass ging über die Abwehr, einer ist tief gelaufen und hat eingeschossen.“ Danach ließ Nötsch etwas nach. „Dann sind wir ein bisschen passiv geworden“, so der Coach – Lienz verkürzte durch Antonel Cabraja in der 41. Minute auf 3:1, mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Rapid Lienz das Heft zu übernehmen, doch Nötsch stand kompakt und ließ wenig zu. „In der zweiten Halbzeit hat der Gegner probiert, wir haben gut gestanden und noch ein Tor gemacht“, fasste Gilgenreiner zusammen. Das 4:1 fiel in der 77. Minute, als Christian Lussnig den Deckel draufsetzte. Aus Trainersicht stimmten die Abläufe: „Passspiel und Freilaufen haben heute gut funktioniert, auch die Abschlüsse waren nicht schlecht.“ Den Schlüssel sah er im Beginn: „Entscheidend war, dass wir gleich am Anfang giftig waren und konsequent fertig gespielt haben.“ Trotz des klaren Erfolgs blieb er selbstkritisch: „Laufarbeit, Zweikämpfe, Passspiel, Abschlüsse – da ist überall noch Luft nach oben.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Rapid Lienz wollte auch Fußball spielen, sie haben den Ball gut laufen lassen, waren im letzten Drittel aber zu verspielt und nicht direkt genug zum Abschluss.“
Diskussionen blieben aus. „Es war eine ruhige Partie, der Schiri hatte alles im Griff. Auch die Linienrichter waren gut“, lobte Gilgenreiner das Gespann. Auf den Unterschied an diesem Tag angesprochen, blieb er klar: „Ich glaube, wir wollten den Sieg heute einfach mehr.“
Nach dem Schlusspfiff wurde es dennoch emotional: Nötsch verabschiedete zwei prägende Spieler. „Simon Limpl war immer für den Verein da, als zweiter Goalie hat er im Frühjahr viel gespielt und unseren verletzten Einser ersetzt – dafür ein großes Dankeschön.“ Über den Routinier ergänzte er: „Michael ‘Schwenko’ Schwenner war die Vaterfigur der Mannschaft, er hat alle angetrieben. Wir bedanken uns herzlich und hoffen, dass er dem Verein erhalten bleibt.“
Mit dem Dreier hält Nötsch nun bei 35 Punkten, während Lienz bei 19 bleibt – ein starkes Zeichen der Hausherren in Runde 26.