In der Unterliga West hat die SG Gitschtal gegen ASKÖ Gmünd ein turbulentes 4:4 geholt. Nach 0:1-Rückstand drehte die Heimelf die Partie noch vor der Pause auf 3:1 und legte später sogar das 4:2 nach. Trainer Philipp Werner Kofler sprach danach von einem im Grunde gerechten Unentschieden, haderte aber damit, dass vier eigene Tore am Ende trotzdem nicht für drei Punkte reichten.

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Der Nachmittag begann für Gitschtal alles andere als ideal, denn schon in der 5. Minute brachte Nermin Hasancevic die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Heimischen kam aber prompt. Lukas Steinwender stellte nur drei Minuten später auf 1:1 und sorgte damit früh dafür, dass die Partie wieder offen war. In weiterer Folge bekam Gitschtal die Begegnung besser in den Griff und drehte das Ergebnis noch vor der Pause komplett. In der 20. Minute traf Philipp Werner Kofler selbst zum 2:1, ehe Manuel Peter Linhard in der 39. Minute auf 3:1 stellte. Kofler fasste diese Phase treffend zusammen: „Wir waren 1:0 im Rückstand, dann haben wir das Spiel eigentlich gedreht und waren zur Halbzeit 3:1 vorne.“ Genau in dieser Entwicklung lag aus Sicht der Gastgeber zunächst auch die Stärke dieses Auftritts.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen, obwohl Gitschtal mit dem 3:1 eigentlich in einer guten Ausgangsposition war. Gmünd arbeitete sich aber zurück und verkürzte in der 65. Minute durch Ben Gerfried Brandstätter auf 3:2. Als Lukas Steinwender in der 70. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:2 nachlegte, schien die Partie neuerlich klar in Richtung Heimteam zu kippen. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht. Jonas Oswald brachte die Gäste in der 74. Minute wieder heran, ehe Raphael Elias Pirker in der 86. Minute noch zum 4:4 ausglich. Für Kofler war genau das der bittere Punkt des Nachmittags: „Vor allem in der Phase, in der wir geführt haben, haben wir unsere Chancen nicht effizient genug genutzt.“ Gitschtal ließ also die Möglichkeit liegen, das Spiel früher zuzumachen, und musste am Ende hinnehmen, dass Gmünd für seine Aufholjagd noch belohnt wurde.
In der Analyse seines Teams legte sich der Gitschtal-Trainer recht klar fest. „In der Offensive waren wir sehr präsent. Wir haben wieder vier Tore geschossen“, sagte Kofler, und allein die Torausbeute gibt ihm recht. Mit vier Treffern vor eigenem Publikum müsste in vielen Spielen mehr herausschauen als nur ein Punkt. Genau deshalb fiel sein Urteil auch zwiespältig aus: „Schade, dass es nicht reicht, wenn wir vier Tore machen.“ Den Grund dafür sah er vor allem im eigenen Verhalten gegen den Ball. „Wir haben leider wieder vier Tore bekommen“, meinte Kofler nüchtern. Dazu kamen aus seiner Sicht besonders bittere Gegentreffer: „Ein abgefälschtes Tor und ein kapitaler Fehler in der Abwehr.“ Gleichzeitig sprach er Gmünd die Qualität nicht ab. „ASKÖ Gmünd hat auf bestimmten Positionen schon sehr individuelle Klasse“, sagte er. So blieb unter dem Strich ein Spiel, das nach Meinung des Trainers „im Grunde ein gerechtes Unentschieden“ war, auch wenn sich Gitschtal nach zwei Führungen über weite Strecken mehr ausgerechnet hatte. Nebenbei erwähnte Kofler, dass es „zwei, drei strittige Situationen“ gegeben habe, bei denen man vielleicht früher Karten hätte zeigen können, ohne das aber zum Hauptthema zu machen.