In der Unterliga West hat sich SV Raika Greifenburg gegen FC Bad Kleinkirchheim mit 3:1 durchgesetzt, auch wenn es lange enger blieb, als es die Gastgeber haben wollten. Trainer Raphael Neuhauser sah seine Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte klar im Vorteil, ärgerte sich aber über die vielen vergebenen Möglichkeiten. Erst in den Schlussminuten machte Greifenburg den wichtigen Heimsieg endgültig fix.

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Neuhauser gefiel vor allem der Auftritt vor der Pause. Greifenburg hatte mehr vom Spiel, ließ den Ball sauber laufen und suchte geduldig jene Räume, die sich bei den Gästen auftaten. Genau das hob der Trainer nach dem Schlusspfiff auch hervor: "Wir haben den Ball sehr gut laufen gelassen, waren geduldig und haben auf Fehler des Gegners gehofft. Die Räume, die sich geöffnet haben, haben wir dann gut bespielt." Der Ertrag daraus war zunächst die Führung in der 15. Minute, als Kevin Tomsic zum 1:0 traf. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, obwohl aus Sicht der Heimischen schon bis dahin mehr möglich gewesen wäre. Neuhauser sprach davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase das bessere Team gewesen sei und eigentlich schon früher hätte nachlegen können.
Gerade weil Greifenburg das Spiel lange auf seiner Seite hatte, ärgerte den Trainer die Entwicklung nach dem Seitenwechsel umso mehr. Er sprach offen an, dass seine Elf viele Chancen ungenützt ließ und sich damit selbst unter Druck brachte. "Wenn man die Chancen vorne nicht macht, fängt man sich hinten leider manchmal ein Tor ein", sagte Neuhauser, und genau so erlebte er diese Partie dann auch. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß war seine Mannschaft einen Moment lang nicht aufmerksam genug, Bad Kleinkirchheim spielte die Situation clever zu Ende und kam durch Julian Gruber in der 77. Minute zum 1:1. Damit war plötzlich wieder alles offen, und die Gäste, die nach der Pause mit noch mehr Selbstvertrauen auftraten, waren zurück im Spiel.
Mit dem Ausgleich wurde die Partie in der Schlussphase genau so, wie von Neuhauser beschrieben: offen, eng und richtig heiß. Greifenburg blieb aber dran und bekam spät doch noch die Belohnung für den Aufwand. In der 90. Minute brachte Stefan Norbert Weisinger die Gastgeber wieder mit 2:1 nach vorne. Nur wenig später sorgte Kevin Tomsic in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung und stellte auf 3:1. Zum dritten Tor hatte der Trainer noch ein klares Bild vor Augen: "Das 3:1 war ein schöner Lupfer über den Tormann." Den entscheidenden Moment für den Sieg fasste er insgesamt so zusammen: "Zum Glück haben wir die Chancen ganz spät noch genutzt und dadurch den Sieg eingefahren." Damit wurde aus einer lange unnötig spannenden Partie am Ende doch noch ein voller Erfolg für Greifenburg.
Trotz des Heimsiegs klang beim Greifenburger Coach keine große Selbstzufriedenheit mit. Er freute sich über einen "sehr wichtigen Dreier", machte aber ebenso deutlich, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. "Natürlich ist Kritik da: Wir müssen das Spiel viel früher für uns entscheiden und es nicht noch einmal unnötig heiß machen", sagte Neuhauser. Auch seine Gesamteinschätzung fiel bodenständig aus: "Wir haben einfach die zwei Tore mehr gemacht." Vielleicht sei seine Mannschaft in manchen Aktionen die etwas cleverere gewesen, hundertprozentig mit Selbstvertrauen und Gier sehe er sein Team derzeit aber noch nicht. Umso wichtiger ist für ihn dieser Sieg. In den letzten drei Spielen soll nun noch einmal alles hineingeworfen werden, damit Greifenburg die nötigen Punkte holt und mit einem besseren Gefühl in die Wintervorbereitung gehen kann. Zufrieden war Neuhauser auch mit dem Unparteiischen: "Er hat ein super Spiel gepfiffen und ist seiner Linie treu geblieben."