Spielberichte

„Das 3:2 hat uns wieder Stabilität gegeben“ – Egg dreht nach 0:2 noch auf 4:2

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SV Egg
WSG Radenthein

In der Unterliga West hat SV Egg am Sonntag ein 0:2 in einen 4:2-Heimsieg gegen WSG VAO Radenthein gedreht. Zur Pause stand es bereits 2:2, nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber nach und brachten den Erfolg sogar in Unterzahl über die Zeit. Trainer Thomas Warmuth sprach von einem „richtig packenden Spiel“ und hob vor allem die Moral seiner Mannschaft nach dem frühen Rückstand hervor.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, aber Egg bleibt im Spiel

Der Nachmittag begann für Egg denkbar schlecht, obwohl Warmuth seine Mannschaft keineswegs unterlegen sah. Max Unterwandling brachte die Gäste in der 8. Minute in Führung und legte in der 27. Minute das 0:2 nach. Der Trainer ordnete diese Phase trotzdem anders ein: „Wir hätten zur Halbzeit eigentlich 4:1 führen müssen, stattdessen stand es 2:2.“ Für ihn war Egg schon vor der Pause das aktivere Team, nur vor dem Tor zunächst nicht konsequent genug. Dass die Gastgeber noch vor dem Seitenwechsel zurückkamen, passte deshalb zu seiner Sicht auf das Spiel. Abdulmomen A. S. Bashir verkürzte in der 37. Minute, nur zwei Minuten später stellte Mario Michael Tscheliessnig auf 2:2.

Nach der Pause übernimmt Egg wieder

Mit dem Ausgleich war die Partie für Warmuth aber noch lange nicht entschieden, eher im Gegenteil. „Danach übernahmen wir in der zweiten Halbzeit wieder das Spiel und schafften den verdienten 4:2-Endstand“, sagte der Egg-Coach. Ausschlaggebend waren für ihn vor allem zwei Situationen rund um die Führung. „Das 2:2 durch einen Elfmeter und das 3:2 durch einen Elfmeter haben uns wieder Stabilität gegeben. Danach konnten wir das Spiel kontrollieren.“ Jakob Wilhelm Steinwender brachte die Heimischen in der 62. Minute erstmals in Front. Dass Egg nach dem wilden ersten Durchgang die Ruhe behielt, war für den Trainer ein wesentlicher Grund dafür, dass die Partie nicht mehr kippte.

Rot in der Schlussphase, Radenthein bleibt dran

Einfach wurde es trotzdem nicht, weil Radenthein laut Warmuth bis zum Schluss unangenehm blieb. „Wir waren wohl die dominierende Mannschaft spielerisch, aber Radenthein gab nie auf“, sagte er. Dazu kam, dass Egg seine Überlegenheit nicht schon früher klarer am Ergebnis ablesen ließ. Warmuth sprach von viel Ballbesitz und „sechs, sieben Hundertprozentigen“, die ungenutzt blieben. In der 70. Minute verschärfte sich die Lage noch einmal, als Sebastian Fritz Rot sah. Warmuth nannte die Entscheidung des Schiedsrichters insgesamt „sehr gut“, merkte aber an, dass ihm bei dem Foul an der Mittellinie auch Gelb gereicht hätte. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft danach „mit zehn Mann sehr gut verteidigt“ habe, ehe Mario Michael Tscheliessnig in der 89. Minute das 4:2 fixierte.

Viel Moral, aber auch ein klarer Hinweis

Bei aller Freude über die Aufholjagd wollte Warmuth die bekannten Baustellen aber nicht ausblenden. „Unser Abwehrverhalten lässt öfter zu wünschen übrig. Wir machen das manchmal zu überheblich“, sagte er offen. Gleichzeitig sieht er seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Sonst sind wir eine recht stabile und gute Mannschaft. Wir haben in der Unterliga Fuß gefasst.“ Entsprechend fiel auch das Lob an die Gruppe aus. „Ich gratuliere meiner Mannschaft, nach einem 0:2 so zurückzukommen und 4:2 zu gewinnen. Das zeigt Moral. Alle 17 Leute wollen hier etwas und wollen in der Unterliga bleiben.“ Dazu hob er den Rückhalt von außen hervor. Rund 250 Zuschauer waren laut Warmuth bei schönem Herbstwetter in Egg dabei, für die Fans aus dem Tal gab es vom Trainer ein ausdrückliches Dankeschön.

Unterliga West: SV Egg : Radenthein - 4:2 (2:2)

  • 89
    Mario Michael Tscheliessnig 4:2
  • 62
    Jakob Wilhelm Steinwender 3:2
  • 39
    Mario Michael Tscheliessnig 2:2
  • 37
    Abdulmomen A. S. Bashir 1:2
  • 27
    Max Unterwandling 0:2
  • 8
    Max Unterwandling 0:1