In der 1. Klasse Nord zieht Christian Jaros, Obmann des USV Gaweinstal, zur Saisonhalbzeit eine gemischte Bilanz. Nach einer schwierigen Herbstmeisterschaft, in der die Mannschaft aktuell auf Rang 13 liegt, richtet sich der Fokus nun voll auf die Rückrunde. Immer wieder warfen Sperren das Team zurück, wichtige Spieler verließen den Klub, und das nötige Quäntchen Glück fehlte häufig. Dennoch überwiegt der Optimismus: Mit einer verstärkten Truppe und neuem Selbstvertrauen will Gaweinstal im Frühjahr angreifen. Die jüngsten Wochen boten Licht und Schatten – mit Siegen gegen SC Marchegg und SK Spannberg, aber auch Niederlagen gegen SV GG Haringsee, SC Kreuttal und ASV Asparn/Zaya. Das Ziel ist klar: raus aus dem Tal, Punkte gutmachen.

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Jaros spricht offen über die Gründe für die bisher durchwachsene Bilanz: „Wir sind Vorletzter, und zum Beginn der Meisterschaft haben wir viele gelb-rote oder rote Karten kassiert.“ Personell musste Gaweinstal ebenfalls Rückschläge verkraften.
Der Abschied eines Leistungsträgers schmerzte, zudem legte Julian Kretschmer vorübergehend eine Pause ein. „Da waren wir nicht gerade vom Glück begünstigt“, resümiert Jaros. Dennoch hat das Team gezeigt, dass es mit den direkten Konkurrenten mithalten kann – vorausgesetzt, Disziplin und Fokus stimmen.
Mit dem Weggang von Kapitän und Tormann Christopher Effenberger verlor Gaweinstal eine zentrale Stütze. „Beim Abschied von Effenberger waren wir nicht gerade glücklich, aber wir haben Ersatz gefunden“, erklärt Jaros. In der Winterpause wurden neue Spieler verpflichtet, die sich bereits in der zweiten Woche der Vorbereitung einfügen.
Auf konkrete Namen wollte Jaros noch nicht eingehen, betont aber: „Alle ziehen an einem Strang und bemühen sich.“ Nach drei Niederlagen in Serie im Oktober setzte der Sieg gegen SK Spannberg ein wichtiges Zeichen und stoppte den Negativlauf – seither ist der Auftrieb im Verein spürbar.
Für die kommenden Wochen steht vor allem die Stabilisierung im Vordergrund. „Momentan sind alle fit, und wir hoffen, dass wir so lange wie möglich verletzungsfrei bleiben“, sagt Jaros. Strukturelle Veränderungen gab es nicht – das Betreuerteam bleibt unverändert. In der ausgeglichenen Liga kann bereits eine kleine Serie große Wirkung zeigen.
Jaros bleibt realistisch, aber entschlossen: „Wir haben den Kader verstärkt und werden wieder im Frühjahr angreifen.“ Im Training soll nun die Basis gelegt werden, um in den entscheidenden Phasen der Rückrunde die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Der Blick geht nach vorn, und der Glaube an die eigene Stärke ist zurück.