Auswärts beim SK Spannberg erlebte SC mapo Marchegg einen Abend mit früher Führung, langer Unterzahl und einem späten Gegentreffer. Trainer Horst Winkler schilderte die Partie als intensiven Kraftakt seiner Mannschaft, die sich kompromisslos in die Arbeit gegen den Ball warf und in Umschaltsituationen mutig blieb. In der 1. Klasse Nord stand weniger die Ergebniszeile im Vordergrund als die Haltung: Disziplin, Mut und ein Kollektiv, das – so der Coach – als Einheit auftrat. Der späte Ausgleich der Gastgeber in Minute 90 hinterließ Enttäuschung, aber auch Bestätigung, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

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Früher Punch, später Rückschlag: Nik Ablinger brachte die Gäste in der 18. Minute mit 1:0 in Führung, ehe der Stürmer in Minute 35 Gelb-Rot sah. Fortan verteidigte Marchegg tief, kompakt und mit klarer Idee. „Wir haben mit zehn Leuten wirklich toll verteidigt, praktisch nichts zugelassen“, betonte Winkler. Aus seiner Sicht wäre mehr drin gewesen: „Meiner Meinung nach hätten wir den Sieg verdient – aufgrund der Defensivleistung und der zwei Torchancen in Unterzahl in der zweiten Halbzeit. Wenn wir das 2:0 nach dem 1:0 machen, schaut das anders aus.“
Die Gäste setzten in Unterzahl auf Umschaltmomente – und wurden gefährlich. „Einmal lief ein Spieler von uns allein auf das Tor zu. Einen Schuss von Oliver Slivka hat der Tormann noch gut gehalten und einmal wurde Abseits gepfiffen.“ In der Rückschau ordnete der Trainer das Chancenbild klar ein: „Ich hätte bei Spannberg nicht viele Torchancen gesehen. Erste Halbzeit, zweite Halbzeit haben sie überhaupt keine gehabt.“ Die Abseitsentscheidungen bewertete er ohne großes Murren: „Abseits war in Ordnung.“
Als Nicolas Pulz in der 91. Minute zum 1:1 traf, kippte die Stimmung auf Seiten der Gäste. „Wenn du mit zehn Mann verteidigst und in der 91. das Tor kassierst, ist das sehr bitter.“ Zugleich blieb ein fader Beigeschmack: „Meiner Meinung nach war das Tor, das wir bekommen haben, Abseits – aber so ist Fußball.“ Zur Kulisse sagte Winkler: „Man weiß, dass es in Spannberg immer sehr emotional ist und die Leute die Heimmannschaft pushen. War aber nichts Tragisches.“ Sein Fazit blieb trotz allem positiv: „Ja, super in der Defensive, die ganze Mannschaft – super Arbeit, taktisch sehr diszipliniert, und der Kampfgeist war bis zum Schluss top. Wir haben uns als Mannschaft ganz super präsentiert und das ist wichtig für die Zukunft.“