Einordnung nach dem Duell in Niederösterreich: Mario Konrad blickt auf den Auswärtsauftritt seines ASV Asparn/Zaya beim SC Marchegg in der 1. Klasse Nord zurück. Sein Fazit nach dem 2:0-Auswärtssieg: „Wir hatten das Spiel voll im Griff und unter Kontrolle.“ Vor allem in der ersten Halbzeit ließ Asparn/Zaya praktisch keine Chance zu, auch nach der Pause dominierte lange das Gefühl der Kontrolle – ehe späte Nachlässigkeiten dem Gegner zwei Möglichkeiten eröffneten. Das Ergebnis war für Mario Konrad, im Mittelpunkt standen Struktur, Reife und kleine Lehren aus der Schlussphase.

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Konrad verortet den Schlüssel in der klaren Spielkontrolle über weite Strecken: „Wir haben über 90 Minuten aus meiner Sicht das Spiel beherrscht.“ Lediglich im Finish der zweiten Hälfte kippte die Ordnung kurzzeitig: „Die letzten 20 Minuten haben wir etwas den Faden verloren und aus zwei leichten Eigenfehlern zwei Chancen für Marchegg zugelassen.“ Insgesamt jedoch blieb das Gefühl der Stabilität – entsprechend sein Resümee: Ansonsten war alles „voll im Griff und unter Kontrolle“.
Der Führungstreffer fiel früh in der ersten Hälfte: In der 25. Minute stellte Richard Kauer auf 1:0 – eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen, abgeschlossen mit einem präzisen Schuss ins kurze Kreuzeck. Kurz nach der Pause erhöhte Jiri Velecky in der 51. Minute auf 2:0: „Er hat den Ball richtig reingehämmert. Ein sehr schönes Tor“, lobte Konrad. Danach verlor die Partie etwas an Fahrt, zwei Unachtsamkeiten hielten Marchegg im Spiel: Ein missglückter Rückpass von Kauer eröffnete eine Eins-gegen-eins-Szene, die der Asparn-Schlussmann stark entschärfte. Und nach einer Ecke des Gegners rettete der Torhüter erneut, nachdem der Ball zuvor irritierend im Außennetz gewackelt hatte. Auf der anderen Seite ließ Asparn/Zaya das mögliche 3:0 liegen: „Zum Schluss haben wir zwei Riesenchancen, laufen jeweils allein auf den Tormann zu und machen das Tor nicht.“
Im Gesamtcharakter sah Konrad kein hohes Tempo: „Grundsätzlich war es kein Spiel mit hohem Tempo.“ Eine strittige Szene thematisierte er sachlich: „Er hat unserem Spieler eine Gelbe für ein Foul gegeben, das man 100-mal in einem Spiel sieht. Aber unter dem Strich war das kein schwieriges Spiel zu pfeifen, und er hat das souverän und solide runtergepfiffen.“ Inhaltlich richtete der Trainer den Blick auf die Entwicklung der Mannschaft: „Wir hatten zwei Ausfälle zu verkraften, und diesmal hat der junge Noah Zahnt die Chance bekommen, sich zu zeigen. Er hat das sehr ordentlich gemacht und bestätigt unseren Weg, eigene Talente nach und nach zu integrieren.“ Der Anspruch ist formuliert: „Wir haben uns den dritten Platz erarbeitet und verdient. Jetzt wollen wir nachlegen und die Saison bestmöglich abschließen.“