In Kreuttal ordnete Mario Konrad die umkämpfte Auswärtspartie seines Teams präzise ein: ein intensives Duell in der 1. Klasse Nord mit hoher Schlagzahl, in dem er das Chancenplus klar auf seiner Seite sah. Gegen den Gastgeber SC Kreuttal hob der Trainer des ASV Asparn/Zaya neben Tempo und Zweikampfhärte vor allem Mentalität und Effizienz hervor – und fand für den Auftritt seiner Mannschaft ebenso klare Worte wie für die dichte Atmosphäre des Abends.

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Konrad sprach von einem schnellen Spiel „mit viel Tempo“, in dem Kreuttal vor allem im ersten Durchgang „etwas mehr vom Spiel“ gehabt habe. Seine Elf setzte die Akzente zunächst in Umschaltmomenten und kam zu zwei, drei guten Möglichkeiten. Als Kreuttal die große Chance auf die Führung liegen ließ, kippte die Phase – fast im Gegenzug stellte Asparn noch vor dem Pausenpfiff auf 1:0: In der 42. Minute traf Alexander Pipal zur Führung, die auch Konrads Eindruck vom Kräfteverhältnis unterstrich. Bis zum Seitenwechsel blieb es beim 1:0, auch weil Asparn die klareren Szenen konsequenter zu Ende spielte. Der grundsätzliche Verlauf aus Konrads Sicht: Ballbesitzvorteile des Gegners in Abschnitt eins, aber das deutliche Gefühl, dass seine Mannschaft die hochwertigeren Gelegenheiten kreierte und diesen Vorsprung an Entschlossenheit auf den Platz brachte.
Ein Schlüsselblock des Spiels spielte sich nach einem Asparner Eckball ab. Konrad schilderte die Szene so: „Nach unserer Ecke reklamierten wir ein Handspiel, danach ging ein Kopfball an die Latte, und in der folgenden Dreifachchance hätte der Ball hinter der Linie sein können.“ In der Bewertung blieb er fair: „Laut einigen Meinungen war der Ball dahinter, aber der Schiedsrichter stand zu weit weg beziehungsweise hatte keine gute Sicht – es war schwer zu erkennen.“ Defensiv habe seine Mannschaft Standards insgesamt „ganz gut verteidigt“, auch wenn „zwei, drei Kleinigkeiten“ nicht perfekt waren. Kurz nach Wiederbeginn meldete sich Kreuttal dennoch zurück: In der 55. Minute egalisierte Ali Kaya zum 1:1. Trotz der aufgeheizten Momente lobte Konrad den Unparteiischen unterm Strich für „eine sehr gute Leistung in einer umkämpften und schwierigen Partie“.
Je länger die Partie dauerte, desto stärker rückte Asparns Mentalität in den Vordergrund – bis hin zum späten Punch, der das 2:1 brachte: Kapitän Jan Köppel krönte in der 80. Minute seinen energischen Auftritt und entschied die Begegnung. Konrad ordnete die Bedeutung des Treffers sogleich ein: „Man muss ganz klar den Siegeswillen und die Mentalität der Mannschaft herausheben – wir haben jetzt eine sehr starke Serie von zehn ungeschlagenen Spielen hingelegt. Und man muss auch den Kapitän Jan Köppel hervorheben, der mit seiner Einsatzbereitschaft und mit seinem Tor zum 2:1 wesentlichen Anteil hatte. Kompliment an die ganze Mannschaft – und speziell an Jan Köppel.“ Die Charakteristik der Begegnung fasste er sportlich zusammen: beste Werbung für die erste Klasse – intensiv, robust, aber fair. Nach dem emotional intensiven Abend richtet Konrad den Fokus bereits auf die nächste Aufgabe: „Jetzt laden wir die Akkus auf und bereiten uns konzentriert auf das kommende Heimspiel vor.“