Im Duell des SV Hausbrunn mit dem USV Gaweinstal in der 1. Klasse Nord fand der wiedergenesene Hausbrunn Spieler Patrick Schüller klare Worte: Anspruch auf den Heimsieg, am Ende jedoch gemischte Gefühle. Er hob die späten Nervenmomente hervor und zollte dem Gegner Respekt. Zwischen Selbstkritik und Zuversicht dominierte der Fokus auf Verbesserungen, speziell in der Offensive – verbunden mit dem Blick auf das anstehende Nachtragsspiel am Dienstag.

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Die Zielsetzung war deutlich formuliert: „Natürlich sind wir mit dem Anspruch ins Spiel gegangen, zu Hause drei Punkte zu holen und den ersten Sieg im Frühjahr einzufahren. Es wurde klar angeprochen, den Gegner keinesfalls unterschätzen zu dürfen.“ Einen „Man of the Match“ wollte er nicht küren: „Wir haben als Mannschaft nicht die Leistung erbracht, die wir uns vorgestellt haben.“ Zugleich richtete er den Blick nach vorne: „Das Positive ist: Wir haben schon am Dienstag im Nachtragsspiel gegen Kronberg die Möglichkeit, eine Reaktion zu zeigen und unsere Qualitäten abzurufen. Wir wissen, dass wir eine bessere Leistung erbringen können.“ In der Arbeit mit der Mannschaft liegt der Schwerpunkt auf mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel: „Wir möchten an unseren Offensivaktionen arbeiten. In den ersten vier Partien konnten wir nur zwei Tore erzielen – das ist zu wenig. Hier wollen wir uns steigern und vor allem torgefährlicher werden.“
Standards prägten den Abend – und brachten Hausbrunn die Führung. In der 45. Minute köpfte Marek Kavecky nach einer von Petr Heinz getretenen Standardsituation zum 1:0 ein. Trotz sehr vieler Standards aus guten Positionen blieb es vor dem Seitenwechsel bei diesem einen gefährlichen Moment. Aus dem Spiel heraus vergaben Thomas Lachmayer und Dominik Prohaska in der zweiten Spielhälfte zwei sehr gute Abschlussmöglichkeiten. Nach der Pause belohnte sich Gaweinstal: USV-Angreifer Kevin Burgstaller traf in der 69. Minute zum 1:1.
Die Schlussphase wurde zur Nervenprobe: Gaweinstal vergab einen Strafstoß, im Gegenzug ließ Hausbrunn nach einer Hereingabe von rechts eine gute Möglichkeit liegen. Schüllers Einordnung blieb sachlich: „Es gab keine strittigen Situationen. Der Strafstoß wurde aus meiner Sicht korrekt entschieden. Insgesamt war es ein sehr faires Spiel von beiden Seiten, ohne grobe Fouls.“ Besonders hob er die Haltung des Gegners im Abstiegskampf hervor: „Ich möchte den Gegner für seine Charakterstärke loben: auswärts, im Rückstand und in Unterzahl – die Mannschaft aus Gaweinstal hat sich nie aufgegeben und viel Einsatz gezeigt.“ Diese Mischung aus Respekt, nüchterner Analyse und klaren Hausaufgaben beschreibt die aktuelle Lage in Hausbrunn – mit der Chance, bereits am Dienstag die angekündigte Reaktion zu zeigen.