Zwischen Ernüchterung und Bestätigung der eigenen Linie ordnete Trainer Manfred Schimpl das Duell SV Großebersdorf gegen ATSV W.E.B Auersthal in der 1. Klasse Nord ein. Er sprach von einer reifen Vorstellung seines Teams mit leichten Vorteilen im Ballbesitz und den klareren Möglichkeiten – nur der Ertrag fehlte. Die Stimmung nach Abpfiff: Ärger über das ausgebliebene Tor, zugleich Zuversicht, weil Plan und Ausführung gestimmt haben. „Über 90 Minuten waren wir sicher besser im Spiel als Großebersdorf, aber wir haben es leider nicht geschafft, ein Tor zu erzielen“, sagte Schimpl.

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Aus Sicht von Schimpl trug seine Mannschaft den Matchplan konsequent über die gesamte Distanz. „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben: taktisch sehr diszipliniert, sehr kontrolliert gespielt.“ Beim Ballbesitz sah er ein weitgehend ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Auersthal: „Es war eher ausgeglichen, aber mit Vorteilen für unsere Mannschaft.“ Insgesamt überwog der Eindruck, dass sein Team über die volle Spielzeit mehr Zugriff und Kontrolle hatte als der Gegner.
Zur Pause stand es 0:0, Auersthal fühlte sich dennoch im Chancenplus. „Das Chancenplus war auf jeden Fall auf unserer Seite.“ Der Knackpunkt folgte spät: In der 80. Minute traf Christoph Pekarek für Großebersdorf zum 0:1 aus Auersthaler Sicht – der entscheidende Treffer. Genau darin lag für Schimpl die große Enttäuschung des Tages: „Es ist extrem schade, weil wir die besseren Möglichkeiten hatten und über 90 Minuten eigentlich mindestens einen, wenn nicht sogar drei Punkte verdient gehabt hätten.“ Das Bild: viel Einsatz, viel Kontrolle – am Ende fehlte jedoch der letzte Punch im Abschluss.
Individuelle Auszeichnungen wollte Schimpl nicht verteilen. „Ich möchte die Mannschaft hervorheben und nicht einzelne Spieler, weil es eine sehr geschlossene Teamleistung war.“ Auch in der Physis sah er beide Teams auf Augenhöhe: „Zweikampfverhalten und Physis waren auf Augenhöhe, da hat es keine großen Unterschiede gegeben.“
Aus dem Auftritt zieht er dennoch Rückenwind: „Wir haben gezeigt, dass wir mit jedem mithalten und jeden schlagen können. Jetzt müssen wir uns in den nächsten Wochen darauf fokussieren, solche Spiele zu entscheiden, in denen wir besser sind als der Gegner – das haben wir heute nicht geschafft.“