Spielberichte

Felix Wallner (Trainer USC Kronberg): „Wir konnten erst in der 2. Halbzeit aufspielen.“

SC Marchegg
USC Kronberg

In der 19. Runde der 1. Klasse Nord drehte der USC Kronberg beim SC mapo Marchegg ein 0:1 zur Pause in ein 3:1. Nach einer schwachen ersten Hälfte legte die Wallner-Elf nach dem Seitenwechsel zu und nutzte ihre Chancen eiskalt. „Wir waren danach klar die überlegenere Mannschaft“, sagte Trainer Felix Wallner. Den Ausgleich stellte David Duric per Handelfmeter her, danach trafen Romen Sarwari und Drago Durcevic. Für Kronberg ein Auswärtssieg, der den aktuellen Lauf bestätigt und Selbstvertrauen für die nächste Woche gibt.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Marchegg legt vor – Kronberg lässt kurz vor der Pause die Riesenchance liegen

Die erste halbe Stunde gehörte den Hausherren in den gefährlichen Zonen. Kronberg hatte zwar, wie Felix Wallner es beschrieb, „von Beginn an viel Ballbesitz, aber leider ohne zwingend gefährlich zu werden“. Marchegg nutzte die Räume besser, war präsenter in den Zweikämpfen und belohnte sich in der 32. Minute: Nik Ablinger traf zum 1:0. „Marchegg war in der ersten Halbzeit die deutlich gefährlichere Mannschaft und ging verdient in Führung. Sie hatten auch noch Chancen aufs 2:0“, meinte Wallner. Kurz vor der Pause bot sich Kronberg dennoch die große Ausgleichschance: „In der 43. Minute hatten wir die Riesenmöglichkeit, die wir fahrlässig vergeben haben.“ So ging es mit dem 1:0 für Marchegg in die Kabinen.

Duric gleicht aus, Sarwari und Durcevic machen den Deckel drauf

In der Pause fand Kronberg die richtigen Worte – und danach das richtige Tempo. „Auch wenn wir gerade einen guten Lauf haben, bekommen wir nichts geschenkt. Wir müssen präsenter sein und mehr investieren“, schilderte Wallner die Ansage. Der Gast kam aggressiver aus der Kabine, suchte konsequent die Tiefe – und erzwang den Knackpunkt: Handelfmeter. David Duric blieb in Minute 56 eiskalt und stellte auf 1:1. „Ab dann ist es einfacher gegangen. Das war die Kehrtwende, wir waren danach klar die überlegenere Mannschaft und haben Chance um Chance herausgespielt“, so Wallner. Die verdiente Führung fiel in der 80. Minute: Nach Ballgewinn auf der rechten Seite war Romen Sarwari im Strafraum frei und schob zum 1:2 ein. Fünf Minuten später setzte Drago Durcevic mit einem sehenswerten Schuss aus rund 20 Metern ins linke Kreuzeck das 1:3 drauf – ein Schlusspunkt, der die starke zweite Halbzeit widerspiegelte.

„Konditionelle Stärke hat sich durchgesetzt“ – Lob für Marchegg und Ausblick

Wallner nahm seine Mannschaft aber auch kritisch in die Pflicht: „Wir wirkten in der ersten Halbzeit müde und träge. In der zweiten Halbzeit haben sich unsere konditionelle Stärke und unser Wille durchgesetzt. Wir haben wieder unser gewohntes Spiel mit schönen Kombinationen und schnellem Spiel in die Tiefe auf den Platz gebracht.“ Ein Sonderlob gab es für den Gegner: „Marchegg war in den Zweikämpfen deutlich präsenter, taktisch diszipliniert und hat nach Balleroberung sofort in die Tiefe gespielt. Das hat uns vor allem über die Flügel Probleme bereitet.“ Diskussionsstoff lieferte eine Szene zu Beginn der zweiten Hälfte: „Für uns gab es ein klares Foul an Marcin Szmidt im Strafraum, das nicht geahndet wurde – für mich ein glasklarer Elfmeter. Gott sei Dank hatte das keinen Einfluss, weil wir kurz darauf den Handelfmeter bekommen haben.“ Den Unterschied machte am Ende Kronbergs Glaube an die eigene Stärke: „Marchegg hat das 2:0 verabsäumt, und wir wissen, dass die zweite Halbzeit meistens unsere stärkere ist.“ In der Tabelle hält Kronberg bei 36 Punkten und bleibt vorne dran, Marchegg steht mit 22 Zählern im Mittelfeld. „Wir müssen weiterarbeiten, uns entwickeln und daran glauben – dann freuen wir uns schon auf das nächste Spiel nächste Woche“, blickte Wallner zum Abschluss voraus.

1. Klasse Nord: Marchegg : Kronberg - 1:3 (1:0)

  • 85
    Drago Durcevic 1:3
  • 80
    Romen Sarwari 1:2
  • 56
    David Duric 1:1
  • 32
    Nik Ablinger 1:0