Deutlicher Heimsieg in der 1. Klasse Nord: Der SV GG Haringsee besiegte den FC Angern mit 4:0 (1:0). Angerns Obmann Andreas Srba sprach von einer fairen Partie mit Vorteilen für Haringsee von Beginn an und sah das 2:0 kurz nach der Pause als Knackpunkt. „Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, sagte Srba, dessen Team viel Einsatz zeigte, aber laut ihm „das spielerische Element“ vermissen ließ.

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Von Beginn an hatte Haringsee mehr vom Spiel – so schilderte es Angerns Obmann Andreas Srba. Die Hausherren belohnten sich früh: In Minute 14 traf Noah Batinic zum 1:0. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Angern trotz viel Laufarbeit in der Offensive zu selten Lösungen fand. Direkt nach dem Seitenwechsel folgte der Knackpunkt: Philipp Puschina stellte in der 48. Minute auf 2:0. „Gleich nach der Halbzeit das 2:0, das war entscheidend“, betonte Srba. Angern fand darauf keine passende Antwort mehr. Spät legte Haringsee noch zweimal nach, durch Dominik Wukitsevits (76.) und Johannes Alic (84.). Damit stand ein klares 4:0, das den Spielverlauf aus Angerns Sicht treffend abbildete: Haringsee nutzte die Gelegenheiten, Angern tat sich in der Spitze schwer.
Srba nahm seine Mannschaft in Schutz, ohne die Ursachen zu kaschieren: „Man sieht bei unserer Mannschaft, dass sie will. Sie kämpft brav, sie läuft brav, aber es fehlt einfach das spielerische Element.“ Genau das zeigte sich bei den Treffern. „Das 1:0 war ein Verteidigungsfehler unserer Seite. Das 2:0 war schön rausgespielt, aber trotzdem auch ein Verteidigungsfehler. Drei und vier zu null waren individuelle Fehler von unserer Seite. Und Haringsee hat das alles ausgenützt.“ Die Aussagen passen zur Chronologie: Nach dem frühen Rückstand blieb Angern bis zur Pause im Spiel, doch das 2:0 kurz nach Wiederbeginn zog den Gästen endgültig den Stecker. Danach legte Haringsee geduldig nach – und Angern fehlte die Ruhe am Ball, um sich herauszuspielen.
Zum Rahmen hatte der Angern-Obmann nur Positives zu sagen: „Die Schiedsrichterleistung war aus meiner Sicht okay. Es war, glaube ich, auch relativ leicht zu pfeifen, da keine Unsportlichkeiten vorhanden waren.“ Entscheidend war für ihn die Qualität vorne. „Der Gegner hat einfach einen Stürmer und einen Mittelfeldspieler, die für Tore zuständig sind und damit waren sie auch besser“, erklärte Srba. Das spiegelt sich auch in der Torschützenliste dieses Abends wider, die aus Haringseer Sicht breit gestreut war. Für Angern blieb es dagegen bei viel Einsatz und zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel. „Der größte Unterschied ist einfach darin, dass Haringsee einen Stürmer hat und wir keinen“, brachte Srba die Lücke in der Spitze offen auf den Punkt.
Mit diesem 4:0 festigt Haringsee nach 19 Runden einen Platz im hinteren Mittelfeld und steht mit 22 Punkten auf Rang 11. Angern bleibt mit 8 Zählern Tabellenletzter (14.). Srba lieferte den Arbeitsauftrag für die kommenden Wochen mit: Mehr Fußball, weniger einfache Fehler. „Sie haben unsere Fehler ausgenützt“, hatte er bereits betont – und die Kernbaustelle klar benannt: „Uns fehlt das spielerische Element.“ Für Angern heißt das, Ruhe am Ball und klare Abläufe zu entwickeln, um dem eigenen Einsatz endlich Zählbares folgen zu lassen.