Spielberichte

„Der vergebene Elfmeter und ein Eigenfehler haben uns gebrochen“ – Kronberg lässt alles liegen

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USC Kronberg
USV Hauskirchen

In der 1. Klasse Nord hat USC Kronberg das Heimspiel gegen USV 1950 Hauskirchen mit 0:1 verloren und sich dabei nach Ansicht von Trainer Felix Wallner vor allem selbst um den Ertrag gebracht. Die Gastgeber waren laut ihrem Coach lange die klar tonangebende Mannschaft, vergaben aber mehrere große Möglichkeiten, ließen kurz vor der Pause auch noch einen Elfmeter aus und kassierten praktisch im Gegenzug das entscheidende Gegentor.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Beginn, aber keine Belohnung

Für Wallner war es weit mehr als nur eine normale Niederlage. „Das war das bitterste Spiel in meiner bisherigen Karriere als Trainer“, sagte der Kronberg-Coach unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft habe die Partie zunächst genau so begonnen, wie man es sich vorgenommen hatte. Wallner sprach von einem „mutigen Auftritt“ und von „super Powerfußball“, dazu habe Kronberg viel Ballbesitz gehabt und den Gegner früh unter Druck gesetzt. Schon in den ersten fünfzehn Minuten seien drei bis vier Großchancen ungenutzt geblieben. Gerade deshalb sitzt dieses 0:1 für den Trainer so tief.

Vor der Pause kippte die Partie

Der Abend kippte für Kronberg dennoch kurz vor der Pause innerhalb weniger Augenblicke. Wallner nannte genau diese Szene den entscheidenden Moment des Spiels. Zunächst lief Ilyas Isildar allein auf den Torwart zu, legte sich den Ball vorbei und wurde im Strafraum gelegt. „Ein glasklarer Elfmeter“, sagte der Trainer. David Duric trat an, schoss den Ball aber flach in die Mitte, was laut Wallner „kein Problem für den Torwart“ war. Hauskirchen spielte danach sofort wieder nach vorne, Raphael Sellmeister eroberte zwar noch den Ball, wollte ihn dann aber zum eigenen Torwart zurückspielen. Dieser Rückpass geriet zu kurz, Stefan Zeiner erkannte die Situation, nahm den Ball auf und stellte in Minute 40 auf 0:1. Für Wallner war klar: „Der entscheidende Moment war der vergebene Elfmeter und dann gleich die darauffolgende Aktion.“

Nach dem Rückschlag fehlte der Glaube

Was danach folgte, ärgerte den Kronberg-Trainer fast ebenso sehr wie die Szene selbst. Wallner hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft nach diesem Doppelschlag den Glauben verlor. „Danach waren wir leider zu ängstlich, zu verunsichert und haben nicht mehr wirklich an den Turnaround geglaubt“, sagte er. Zwar hatte Kronberg auch nach dem Seitenwechsel viel Ballbesitz, wirklich zwingend wurde es laut seinem Coach aber nicht mehr. Wallner sprach von einem „ängstlichen Spiel ohne wirkliche Ideen“ und von einem Auftritt, der „viel zu eintönig“ geworden sei. Hauskirchen dagegen habe alles investiert, wenig zugelassen und den knappen Vorsprung mit großem Einsatz verteidigt. Entsprechend deutlich fiel auch seine Bewertung aus: „Somit muss ich leider auch sagen, dass die Niederlage dann verdient war, weil der Gegner viel mehr gekämpft hat als wir.“

Ein Abend, der Kronberg wehtut

Darum fiel das Fazit des Trainers trotz der spielerischen Überlegenheit erstaunlich hart aus. „In der ersten Halbzeit kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Wallner, schob aber sofort nach, dass seiner Elf vor dem Tor derzeit die Qualität fehle. „Das Einzige, was man uns vorwerfen kann, ist, dass wir unsere Großchancen nicht in Tore ummünzen konnten“, erklärte er, ehe er den Kern des Problems noch einmal ganz einfach auf den Punkt brachte: „Wenn du keine Tore schießt, kannst du auch kein Spiel gewinnen. Ganz einfach.“ Für Kronberg ist diese Heimniederlage auch tabellarisch unerquicklich, weil Hauskirchen nun mit 22 Punkten auf Rang drei liegt, während der USC mit ebenfalls 22 Zählern auf Platz vier folgt. Einen Nebenschauplatz wollte Wallner jedenfalls nicht aufmachen: Die Leistung des Schiedsrichters sei „fehlerlos und tadellos“ gewesen, „für mich der beste Mann am Feld“.

1. Klasse Nord: Kronberg : Hauskirchen - 0:1 (0:1)

  • 40
    Stefan Zeiner 0:1