Spielberichte

„Mit den drei schnellen Toren haben wir Ruhe in unser Spiel gebracht“ – Marchegg trifft eiskalt zum 5:2

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SV AUST-BAU Großkrut
SC Marchegg

In der 1. Klasse Nord hat SC mapo Marchegg am Samstag auswärts bei SV AUST-BAU Großkrut mit 5:2 gewonnen und sich den Sieg vor allem mit einer starken Anfangsphase gesichert. Drei Tore bis zur 34. Minute brachten die Gäste früh auf Kurs. Obmann Torsten Chladek sprach danach von einem „super Start“ und davon, dass seine Mannschaft diesmal „nahezu jede Chance verwertet“ habe.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Früh auf 3:0 gestellt

Marchegg war vom Anpfiff weg sofort im Spiel und nahm sich damit genau das, was man auswärts braucht: einen Start, der dem Gegner früh weh tut. Schon in der 7. Minute brachte Adam Yilmaz die Gäste mit 1:0 in Führung. Chladek schilderte diese Szene später so: „Wir hatten einen super Start. Gleich nach wenigen Minuten hat Adam Yilmaz mit einem Weitschuss ins Kreuzeck zum 1:0 getroffen.“ Damit war die Richtung schon früh vorgegeben, und Marchegg blieb vorne effizient. In der 21. Minute erhöhte Adam Nomilner auf 2:0, ehe er in der 34. Minute auch noch das 3:0 nachlegte. Chladek machte daraus keinen Hehl: „Vor allem die ersten drei schnellen Tore waren wichtig für uns.“ Ganz ohne heikle Momente verlief diese Phase aber nicht, denn der Obmann erinnerte auch daran, dass Großkrut zwischendurch gefährlich blieb und unter anderem zu einem Stangenschuss kam. Kurz vor der Pause verkürzte Jozef Hermann dann in der 42. Minute auf 1:3, womit die Partie trotz des klaren Zwischenstands wieder etwas offener wurde.

Großkrut drückt nach der Pause, Marchegg antwortet

Dass Großkrut nach dem Seitenwechsel noch einmal alles versuchen würde, überraschte bei diesem Spielstand niemanden. Genau so kam es dann auch. In der 50. Minute stellte Benjamin Bruckner auf 2:3, und damit war die Partie plötzlich wieder voll da. Chladek sprach von einer starken Phase der Gastgeber und sagte: „Nach dem 3:2 hat Großkrut gleich nach der Pause großen Druck entwickelt.“ Marchegg musste diese Minuten überstehen und brauchte eine passende Antwort. Die kam nur sieben Minuten später: Ales Stroncer traf in der 57. Minute zum 4:2. Für Chladek war genau das der Moment, in dem sich die Lage endgültig beruhigte. „Allerspätestens mit dem 4:2 war die Partie durch“, sagte er. Danach verteidigten die Gäste den Vorsprung laut ihrem Obmann „sehr gut weg“. Den Schlusspunkt setzte schließlich Adam Lopu, der in der 80. Minute das 5:2 erzielte. Damit hatte Marchegg nach der heiklen Phase direkt nach Wiederbeginn nicht nur geantwortet, sondern dem Spiel auch endgültig den Deckel draufgesetzt.

Die Effizienz als Unterschied

Für Chladek lag der Schlüssel zu diesem Auswärtssieg nicht nur in der frühen Führung, sondern vor allem in der Art und Weise, wie seine Mannschaft diesmal aufgetreten ist. „Wir haben im Gegensatz zu den anderen Spielen die Zweikämpfe gesucht“, sagte der Obmann und verwies damit auf einen Punkt, der ihm besonders wichtig war. Dazu kam die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. „Wir waren vor dem Tor diesmal eiskalt, nahezu jede Chance wurde verwertet“, so Chladek. Gerade das war gegen einen Gegner wichtig, den er offensiv als sehr stark einordnete. Gleichzeitig sah er bei Großkrut aber auch eine Schwäche, die Marchegg konsequent nützte. „Der Gegner war offensiv sehr, sehr stark und hatte defensiv vielleicht nicht seinen besten Tag. Diese Situationen konnten wir sehr gut ausnützen“, erklärte er. So ergab sich aus seiner Sicht ein Ergebnis, das vielleicht nicht jeder erwartet hatte, das für ihn aber klar erklärbar war: „Somit ist ein überraschender, aber doch deutlicher Sieg herausgekommen.“

Wichtige Punkte und ein klarer Blick nach vorne

Neben dem reinen Ergebnis blieb bei Chladek vor allem der Eindruck hängen, dass in dieser Mannschaft mehr steckt, als sie in den vergangenen Wochen gezeigt hat. „Die Mannschaft hat heute wirklich eine sehr gute Leistung gebracht und man hat gesehen, welches Potenzial hier stecken würde“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Entsprechend erleichtert war er auch über die drei Punkte: „Ich bin sehr froh, dass wir heute diese wichtigen drei Punkte holen konnten.“ Große Grundsatzanalysen wollte er unmittelbar nach dem Spiel trotzdem nicht aufmachen. „Es ist jetzt schwer zu sagen, eine Runde vor Schluss, aber wir konzentrieren uns schon auf das letzte Spiel. Wenn wir das gewinnen, sind wir im Herbst mit einem blauen Auge davongekommen“, meinte Chladek. Erwähnenswert war für ihn außerdem auch die Leistung des Unparteiischen, die er ausdrücklich lobte: „Die Schiedsrichterleistung war nach langer Zeit wieder einmal sehr, sehr gut.“ So nahm Marchegg aus Großkrut nicht nur fünf Tore und drei Punkte mit, sondern auch das Gefühl, sich für einen Nachmittag genau so gezeigt zu haben, wie man es sich intern schon länger vorgestellt hatte.

1. Klasse Nord: SV Großkrut : Marchegg - 2:5 (1:3)

  • 80
    Adam Lopu 2:5
  • 57
    Ales Stroncer 2:4
  • 50
    Benjamin Bruckner 2:3
  • 42
    Jozef Hermann 1:3
  • 34
    Adam Nomilner 0:3
  • 21
    Adam Nomilner 0:2
  • 7
    Adam Yilmaz 0:1