In der 1. Klasse Nord hat SC Orth/Donau seine Aufgabe gegen SG Hohenau/Hausbrunn II mit 3:0 erledigt, musste dafür aber länger arbeiten, als es das Ergebnis vermuten lässt. Ein früher Treffer von Oliver Slivka brachte die Gastgeber rasch auf Kurs, endgültig beruhigt war Alexander Windisch jedoch erst nach dem 2:0. Bis dahin blieb die Partie trotz klarer Vorteile offen.

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Für Orth begann der Nachmittag ideal. Schon in der 2. Minute traf Oliver Slivka zum 1:0 und legte damit den Grundstein für den Heimsieg. Alexander Windisch sprach danach von einer „sehr guten Ausgangsposition“, in die seine Mannschaft durch diesen schnellen Treffer gekommen sei. Besonders gefiel ihm die Art des Tores. „Das 1:0 von Oliver Slivka war eine schöne Aktion, wirklich auch ein schöner Schuss aus zwanzig, fünfundzwanzig Metern ins Kreuzeck“, sagte der Sektionsleiter. Trotzdem war die Partie damit nicht früh entschieden. Orth hatte in der ersten Halbzeit weitere Möglichkeiten, ließ das zweite Tor aber liegen. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause, obwohl die Gastgeber nach Windischs Einschätzung schon davor höher hätten führen können.
Gerade weil Orth seine Überlegenheit lange nicht in ein weiteres Tor ummünzen konnte, blieb die Begegnung aus Sicht der Heimischen offen. Windisch formulierte es deutlich: „Solange es 1:0 gestanden ist, war doch immer die Gefahr, dass einer durchrutscht und man dann vielleicht nur mit einem Punkt zu Hause dasteht.“ Genau dieses Gefühl zog sich über weite Strecken durch die Partie. Auch nach der Pause kam Orth zu Situationen, spielte sie aber laut Windisch nicht immer sauber zu Ende. Auf der anderen Seite gefiel ihm, dass seine Mannschaft nur wenig zuließ. „Wir haben Hohenau/Hausbrunn nicht wirklich Chancen gegeben“, sagte er, auch wenn er einräumte, dass seine Elf defensiv phasenweise „ein bissl zu lässig“ agierte. Die Gäste machten es den Orthern mit viel Einsatz schwer. Windisch meinte, Hohenau/Hausbrunn habe „mit den Tugenden, die man im Abstiegskampf braucht, agiert“, körperlich gespielt und konsequent dagegengehalten.
Die endgültige Entscheidung fiel erst in der 74. Minute. Roman Sabler stellte auf 2:0. Für Windisch war genau dieser Treffer der Moment, in dem die Sache kippte. „Nach dem 2:0 war klar, dass Hausbrunn nicht auf zwei Tore zurückkommt“, sagte er. In der Nachspielzeit legte Sabler noch das 3:0 nach und sorgte damit für ein Ergebnis, das klarer aussieht, als es sich für Orth zwischenzeitlich angefühlt haben dürfte. Ganz zufrieden war Windisch trotz des Sieges nicht. „Wir müssen die Aktionen oft besser zu Ende spielen, vorm Tor konzentrierter bleiben und manchmal selber auch den Abschluss suchen“, forderte er. Insgesamt sei es „die Pflichtaufgabe erfüllt, mehr nicht“ gewesen. Nebenbei blieb die Partie laut dem Funktionär weitgehend ruhig und ohne größere Aufreger.
Unterm Strich stehen für Orth drei Punkte, ein 3:0 und weiterhin Platz zwei in der Tabelle der 1. Klasse Nord. Windisch richtete den Blick nach dem Schlusspfiff aber sofort nach vorne und wollte den Erfolg nicht größer machen, als er war. Für die nächste Aufgabe erwartet der Sektionsleiter wieder eine unangenehme Partie. „Da müssen wir noch einmal alles reinhauen, dass wir möglichst erfolgreich aus diesem Spiel rausgehen“, sagte er. Danach werde man sehen, „wo wir am Ende der Herbstsaison stehen“. Der Tenor nach dem Heimsieg war also klar: Orth hat den Auftrag erfüllt, blieb defensiv stabil und setzte sich am Ende verdient durch, weiß aber zugleich, dass es für die kommenden Wochen noch Luft nach oben gibt.